Der Monat März

Im März hatten wir die drei Landtagswahlen mit ihren durchaus interessanten Ergebnissen. Meine Artikel zu den Landtagswahlen kamen auch sehr gut an. Anscheinend scheint es durchaus Bedarf an Informationen zu den Wahlprogrammen zu geben, aber nicht in der Form des Wahlprogramms an sich sondern in einfachen Zusammenfassungen.

Auch international haben sich die bisherigen Vorgänge weiter in Bewegung gehalten. Der IS verliert in Syrien und im Irak am Boden setzt sich dafür in Afghanistan und Libyen fest. In Belgien hat der IS gezeigt das es keine absolute Sicherheit gibt und niemals geben wird. Das ist nun einmal so. Abfinden und den Terror so gut es geht bekämpfen.

Um den Terror zu bekämpfen muss man die Grundlagen angreifen. Die Grundlagen von Terror sind Armut, soziale Ausgrenzung, politische Ausgrenzung, Suche nach Identität, Suche nach Anerkennung und Macht.

Kurz vorweg gesagt Terror wird man nie ausrotten können es wird immer Terroristen geben. Menschen die sich Ausgegrenzt fühlen, Ungerecht behandelt fühlen oder einfach nach Macht streben und wenn es nur über ihre kleine Gruppe an Gefolgsleuten ist.

Man kann Terrorismus aber zumindest klein kämpfen. Die RAF in Deutschland wurde polizeilich bekämpft auch mit Erfolg und irgendwann brach ihre gesellschaftliche Grundlage ein und die Gruppe hat ihre Aktivitäten eingestellt. Trotzdem waren immer wieder deutsche Staatsbürger Ziel von Terror. Seit den 90er Jahren ist es hier in Europa so das man das Gefühl hat Terror hat mit dem Islam oder dem arabischen Raum zu tun. Das ist ein sehr einseitiges Empfinden. Der IS besteht nicht wegen seiner Religion sondern wegen dem Streben nach Herrschaft. Legitimationsgrundlage hierfür soll ein religiöses Kalifat sein. Für die ehemaligen Mitglieder der Baath-Partei spielt die Religion so gut wie keine Rolle. Sie fühlen sich von der neuen Regierung ausgegrenzt. Ihnen wurde ihre Arbeit als Soldat genommen, ihre Rentenansprüche gestrichen  und sie wurden aus ihrer sozialen Stellung gedrängt. Beim IS haben sie genau das zurück gewonnen soziales Ansehen, Geld und ihnen wurde eine Arbeit gegeben die sie können Ausbilden und führen von Soldaten.

Noch eine Anmerkung zu Terrorismus wenn man die Grundlagen angreifen will muss man mit Angriffszeiten von 25 Jahren + X rechnen. Und das bei einem voll effizienten Einsatz und nicht bei einem halbherzigen Engagement wie im Irak oder Afghanistan. Vor jeder Entwicklung egal ob wirtschaftlich oder Bildungstechnisch muss eine Grundlegende Sicherheit aufgebaut werden. Ohne Sicherheit keine Entwicklung !

Soviel wollte ich jetzt eigentlich gar nicht schreiben. Aber es musste irgendwie sein.

Kommen wir nun zum eigentlichen Teil den Zahlen.

Veröffentlichte Artikel 7 das ist ein absoluter Anstieg von 2.

Die Aufrufzahl hat sich um 19,2 % erhöht.

Die Besucherzahl hat sich um 52,87 % erhöht

Dafür fiel aber die Aufrufzahl pro Besucher von 2,72 auf 1,71.

Über weitere sachliche Kritik zum Blog würde ich mich freuen 🙂

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Terrorismus – Ein Einstieg in das Thema

Die Anschläge von Brüssel sind auch an mir nicht spurlos vorüber gegangen. Sie sind genau wie die Anschläge von Paris und die meisten anderen Anschläge Angriffe auf unsere Freiheit und Gesellschaft. Wir dürfen jetzt nicht in Panik verfallen, sondern müssen tief durchatmen, das Denken wieder aufnehmen und dann handeln.

Belgier, Europäer seit stark, bleibt stark, seit frei, bleibt frei.

Belgien ist ein befreundetes Land soweit das unter Staaten geht. Belgien ist unserer Verbündeter und Partner in der NATO und der EU. Deshalb verdient Belgien unsere vollste Solidarität und Unterstützung.

Das wir Belgien heute einen Freund und Partner nennen dürfen ist eine der schönsten Geschichten des großen Buches der Weltgeschichte. Soviel ist zwischen unseren Ländern vorgefallen meistens ging es von unserer Seite aus. Das verdient Anerkennung für beide Seiten vor allem aber für die Belgier. Danke Belgien!

Als Einstieg möchte ich einfach einige Bücher nennen und die allgemeine Definition unkommentiert wiedergeben.

Fangen wir mit der Definition an.

Unter Terrorismus (lat. terror „Furcht, Schrecken“) sind Gewalt und Gewaltaktionen (wie z. B. Entführungen, Attentate, Sprengstoffanschläge etc.) gegen eine politische Ordnung zu verstehen. Der Terror dient als Druckmittel und soll vor allem Unsicherheit und Schrecken verbreiten oder Sympathie und Unterstützungsbereitschaft erzeugen.

Definition nach Peter Waldmann: Terrorismus und Bürgerkrieg. Der Staat in Bedrängnis.

Das erste Buch: Terror vor Europas Toren – Wilfried Buchta

Das Buch habe ich hier schon einmal ausführlich besprochen.

Das zweite Buch: Heiliger Krieg – heiliger Profit von Marc Engelhardt

Die Inhaltsangabe: In den letzten Jahren haben sich in etlichen afrikanischen Staaten verheerende Terroranschläge ereignet. Die Anschläge in Nairobi 2013, im kenianischen Garissa 2014 oder in der malischen Hauptstadt Bamako 2015 waren dabei nur diejenigen, denen die Weltöffentlichkeit am meisten Beachtung schenkte. Der langjährige Afrika-Korrespondent Marc Engelhardt beschreibt, wie Teile Afrikas zur Bühne des internationalen Terrorismus geworden sind. Er zeigt dabei, dass es den vordergründig oft religiös motivierten Terroristen in erster Linie um Macht und Profit geht. Ob al-Shabaab in Somalia, Lord’s Resistance Army in Zentralafrika, al-Qaida in der Sahara oder Boko Haram in Nigeria, sie alle verbinden mit ihren terroristischen Aktivitäten handfeste Geschäftsinteressen. So haben sich grenzüberschreitende kriminelle Netzwerke herausgebildet, unter denen vor allem die einheimischen Bevölkerungen leiden. Zudem hat sich der Terror des „Islamischen Staats“ als Einflussfaktor etabliert, dem einige Terrorgruppen offen nacheifern oder dem sie gar die Gefolgschaft erklären. Das Buch geht zudem der Frage nach, ob Drohnenangriffe, militärische Interventionen und Militärhilfe die richtigen Antworten der westlichen Staaten auf den Terror in Afrika sein können.

Das dritte Buch: Generation Allah von Ahmad Mansour

Die Inhaltsangabe: Religiöser Extremismus ist kein neues Phänomen. Dennoch sehen sich die offenen Gesellschaften des Westens einer zunehmenden Zahl junger, radikaler Islamisten gegenüber, deren Werdegänge und Motive vielfach im Dunkeln bleiben. Ahmad Mansour war einer von ihnen. Er hat sich aus diesem Umfeld gelöst und berät heute zahlreiche Projekte präventiver Jugendarbeit. Seinen Erfahrungen zufolge wirkt ein Bündel von Faktoren als Katalysator der Radikalisierung: die oftmals fehlende oder schwache Autorität der Eltern ebenso wie falsche Vorbilder im Umfeld der jungen Leute, eine unzeitgemäße Auslegung des Islam sowie die als dekadent empfundenen oder so diskreditierten freiheitlichen Gesellschaften des Westens mit ihrem angeblich mangelnden Respekt für den Islam. Nicht zuletzt missbrauchen Radikale den Islam als identitätsstiftendes Surrogat für mangelnde Perspektiven der Jugendlichen in Schule und Beruf. Mansour plädiert für einen individuellen Blick auf jeden gefährdeten jungen Menschen und für konstruktive Präventionsarbeit.

 

Buch zwei und drei sind bei der Bundeszentrale für politische Bildung erschienen. Buch Nummer eins mittlerweile auch.