Was ist eine politische Jugendorganisation?

Eine politische Jugendorganisation ist eine politische Bewegung getragen von jungen Menschen, die meistens noch keine dreißig Jahre alt sind. Diese Bewegung gibt es parteiunabhängig wie zum Beispiel die LandesschülerInnenvereinigung Bayern

Die parteiunabhängigen Jugendorganisationen haben meistens den Zweck der Interessenvertretung einer bestimmten Jugendgruppe zum Beispiel der Schüler oder versuchen ein bestimmtes Thema politisch zu bearbeiten und dafür Lösungen anzubieten. Ein Beispiel dafür wäre eine Jugendgruppe gegen Kinderarmut.

Ich möchte mich in diesem Artikel vor allem mit den Jugendorganisationen von Parteien beschäftigen und viele Vorurteile widerlegen.

Welche politischen Jugendorganisationen gibt es überhaupt?

Die Jugendorganisationen der im Bundestag vertretenen Parteien sind:

(CDU) Junge Union

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(SPD) Jungen Sozialisten

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(Linkspartei) Linksjugend [’solid]

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(Grüne) Grüne Jugend

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Welche Aufgaben haben die Jugendorganisationen?

Ihre Aufgaben sind Interesse an Politik wecken und vorhandenes Interesse vertiefen. Dafür bieten die Jugendorganisationen Workshops und Camps an, in denen politische Themen besprochen, diskutiert und aufgearbeitet werden. Oft wird auch praktische Politik an Praxisbeispielen besprochen und so Politik auf einmal und an fassbar. Durch den engen Kontakt zu den „Mutterparteien“ besteht auch ein reger Austausch mit den Amtsträgern der Parteien. Das macht Politik erlebbar und interessant und schärft auch die eigene politische Wahrnehmung.

Eine weitere Aufgabe der Jugendorganisationen ist natürlich die Nachwuchsförderung. In den Jugendorganisationen wird viel gelernt. Entweder theoretisch mit Text und Gespräch  oder praktisch mit Führungen vor Ort zum Beispiel im Rathaus oder eine anderen öffentlichen Einrichtung. Dabei wird gelernt die Wechselwirkungen zwischen Politik zu verstehen. Beispielsweise der Stadtrat der Stadt Celle beschließt etwas, die Stadtverwaltung setzt es um und gibt die entsprechenden Anweisungen an die nötigen Stellen.

Natürlich werden den jungen Parteimitgliedern auch gerne Organisationsaufgaben übertragen und anvertraut. Das schult nicht nur die Jungen Mitglieder, sondern entlastet auch die anderen. Gerade im Wahlkampf sind die Jugendorganisationen unverzichtbar, denn im Wahlkampf wird jede helfende Hand gebraucht. Sie kleben Plakate, betreuen Infostände, sprechen vor allem die gleichaltrige Zielgruppe an, nehmen an Aktionen teil und verteilen Flyer.

Die Teilnahme an der politischen Willensbildung innerhalb der Partei ist eine weitere Aufgabe der Jugendorganisationen. Hierbei vertreten sie vor allem die Meinung und Interessen der Jüngeren in einer immer älter werdenden Gesellschaft, der Altersdurchschnitt der Parteien liegt bei 50 Jahren aufwärts.

Oftmals stellen Mitglieder der Jugendorganisationen auch schon erste Amtsträger. Dadurch besteht die Möglichkeit bereits in Ortsräten Verantwortung zu übernehmen und politische Praxis ganz am Boden der politischen Struktur zu lernen.

Und natürlich dienen die Jugendorganisationen auch der Nachwuchswerbung. Wenn man jemanden kennt der aktiv in einer Jugendorganisation ist fällt der Einstig viel leichter. Ich kannte niemanden und trotzdem habe ich es gemacht und bin zu meinem ersten Treffen gegangen. Es war eine Überwindung hat sich aber gelohnt.

Für wen sind politische Jugendorganisationen etwas?

Für jeden der sich vorstellen kann aktiv Politik zu gestalten, anstatt nur wählen zu gehen. Wer Politik aktiv mitgestaltet kann sich später nicht vorwerfen lassen er habe nur zugesehen. Wer Politik interessiert ist und später eventuell selbst einmal in politischer Verantwortung stehen möchte. Der findet über die Jugendorganisationen einen guten Weg dorthin. Außerdem noch etwas Schönes zum Schluss, in Jugendorganisationen sind viele gute Bekanntschaften und einige Freundschaften fürs Leben entstanden.

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