Leseliste 2016

Heute möchte ich einmal auflisten was ich 2016 alles gelesen habe, dabei werde ich einige Sachen abkürzen gerade aus dem Bereich Unterhaltungsliteratur und Manga. Wer dazu mehr wissen möchte einfach nachfragen.

Aber fangen wir mit einem Kurzüberblick über die Unterhaltungsliteratur an.

Vier verschiedene Mangareihen die mir alle sehr gut gefallen haben. Und mir so manche Fahrt in Bahnen und Bussen abgekürzt haben.

Unzählige Romane von Tom Clancy. Wenn ich ehrlich bin kaufe ich mir die Bücher Querbeet, da ich sie schon als Hörbuch gehört habe und nun kaufe wenn sie mir in die Hände fallen. Welche ich wann gelesen habe kann ich wirklich nicht mehr beurteilen. Schade das er 2014 gestorben ist.

Ich bin endlich dazu gekommen das Lied von Eis und Feuer zu lesen. Großartige Reihe, fesselnd und ich warte noch auf die Fortsetzung!

Kommen wir nun zu den Sachbüchern und ich habe mit Sicherheit welche in den tiefen meiner Schränke oder den Stapeln auf dem Fußboden vergessen….. Ich brauche mehr Schränke!

Lydia Bennecke – Sadisten

Ist eigentlich ihr zweites Buch kann man aber super so lesen. In dem Buch beschreibt sie an realen Beispielpersonen wie sich Persönlichkeitsstörungen auf die Persönlichkeit auswirken und wie diese mit Kriminalität zusammenhängen. Ein weiterer Teil des Buches ist der Unterscheidung zwischen gefährlichen und ungefährlichen Sadisten gewidmet. Ein sehr wichtiges Thema das bisher öffentlich kaum diskutiert worden ist.

Carjus Bekker – Angriffshöhe 4000

Das Buch beschreibt den Vorlauf und die Geschichte des zweiten Weltkrieges mit Schwerpunkt auf der Luftwaffe. Für mich als Mensch mit Bodenhaftung, der immer gerne im Wald verschwindet ein neuer interessanter Fokus.

Carjus Bekker – Verdammte See

Siehe oben Fokus hier aber auf der Marine.

Paul Carrell – Sie kommen

Beschreibt die Landung der Normandie aus Sicht einzelner Personen und ihren Erlebnissen. Für mich kleines Highlight waren die Erlebnisse eines Bauern aus der Umgebung von Celle meiner Heimatstadt.

Wilfried Buchta – Terror vor Europas Toren

Der Titel ist reißerisch aber darunter versteckt sich ein sehr tiefgehendes Buch. Ein Buch, das die Irakische Geschichte, Gesellschaft, das Verhältnis der Religionen, die Politische Entwicklung, die amerikanischen Fehler und den Aufstieg des IS so gut untersucht wie kein anderes Buch.

Colin Powell – Leadership

Colin Powell beschreibt in dem Buch wie er als Führungskraft agiert hat und wie erfolgreiche Führungsarbeit aussieht. Viele „Regeln“ des Buches taugen auch für das normale Leben.

Christoph Warmer und Sören Weber – Mission: Startup

Das Buch ist eine Interviewsammlung mit Gründern wie Christian Reber von 6Wunderkinder bis Gregor Gerlach von Vapiano. Anmerkung da kann man wirklich super Essen gehen.

Helmut Schmidt – Außer Dienst

Eine Zusammenfassung seiner Dienstzeit, es ist auch ein sehr persönliches Buch.

Alice Schröder – Das Leben ist wie ein Schneeball

Die einzige von Warren Buffet autorisierte Biographie! Sehr umfangreich, sehr persönlich und sehr lehrreich. Dieses Buch hat Warren Buffet zu einem meiner großen Vorbilder werden lassen.

Chris Kyle – American Sniper

Das Buch zum Film. Allerdings hatte ich eine erweiterte Fassung, erweitert um die Kommentare und Gedanken seiner Ehefrau, die noch ein weiteres sehr persönliches Licht auf die Person Chris Kyle wirft.

Jim Collins – Der Weg zu den Besten

Was macht ein Spitzenunternehmen aus? Wie kommt man dahin und was macht eine Spitzenführungspersönlichkeit aus? Das sind die zentralen Fragen des Buches und sie werden beantwortet und zwar sehr eindrucksvoll. Leseempfehlung für alle die Unternehmen oder andere Organisationen führen oder führen wollen.

Bundeszentrale für politische Bildung – Länderberichte China, Japan und Korea.

Alle drei Berichte sind lesenswert und geben ein tiefen Einblick in alle drei Staaten angefangen beim Klima über die Geschichte bis hin zur Politik und Wirtschaft. Wer sich für einen der Staaten interessiert unbedingt lesen.

Peter R. Neumann – Die neuen Dschihadisten

Die zentrale Frage ist was bringt jemanden dazu ein Terrorist zu werden und wie kann man es verhindern.

Gudrun Krämer – Geschichte Palästinas

Der Untertitel: „Von der osmanischen Eroberung bis zur Gründung des Staates Israel“ gibt den Inhalt sehr gut an.

Marc Engelhardt – heiliger Krieg Heiliger Profit

Das Buch legt den Fokus auf den Terrorismus in Afrika der sich vor allem vom arabischen Terrorismus unterscheidet, da er sich selbst finanzieren muss. Der Autor untersucht wie Terrorgruppen wie Boko Haram ihr Geld verdienen.

John Brooks – Business Adventures

Das Lieblingswirtschaftsbuch von Bill Gates und Warren Buffet. An Hand von 12 Geschichten werden wichtige Themen wie Marketing und Kommunikation in Unternehmen erläutert. Unterhaltsam und lehrrreich.

Timothy Geithner – Stress Test

Der ehemalige US-Finanzminister analysiert wie Finanzkrisen entstehen, wie man sie verhindern kann und wie man sie bekämpfen kann. Des weiteren behandelt er in dem Buch die Finanzkrise von 2008.

Boris Reitschuster – Putins verdeckter Krieg

Boris Reitschuster lebte und arbeite lange und hat dort viele Freunde und bekannte. Gerade aus dem Bereich der Journalisten. In dem Buch behandelt er mehrere Themen einmal das Machtsystem Putin und der Umgang mit Medien im inneren. Ein weiteres Thema ist die Beeinflussung von Medien hierzulande, auch durch berühmte Persönlichkeiten die Verbindungen bis nach Moskau haben.

Henry Kissinger – Weltordung

Kissinger beschreibt in dem Buch was eine Weltordnung ausmacht, wie eine Weltordnung entsteht, welche es gab, wie sie zerbrachen und wie er sich eine zukünftige Weltordnung vorstellt.

Auch im Jahr 2017 freue ich mich auf jede Menge schöner Bücher. Momentan lese ich ein Kissinger Buch. Parallel dazu lese ich, wenn mir der Sinn nach Unterhaltung ist, von David Eddings die Belgariad Saga.

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Terrorismus – Ein Einstieg in das Thema

Die Anschläge von Brüssel sind auch an mir nicht spurlos vorüber gegangen. Sie sind genau wie die Anschläge von Paris und die meisten anderen Anschläge Angriffe auf unsere Freiheit und Gesellschaft. Wir dürfen jetzt nicht in Panik verfallen, sondern müssen tief durchatmen, das Denken wieder aufnehmen und dann handeln.

Belgier, Europäer seit stark, bleibt stark, seit frei, bleibt frei.

Belgien ist ein befreundetes Land soweit das unter Staaten geht. Belgien ist unserer Verbündeter und Partner in der NATO und der EU. Deshalb verdient Belgien unsere vollste Solidarität und Unterstützung.

Das wir Belgien heute einen Freund und Partner nennen dürfen ist eine der schönsten Geschichten des großen Buches der Weltgeschichte. Soviel ist zwischen unseren Ländern vorgefallen meistens ging es von unserer Seite aus. Das verdient Anerkennung für beide Seiten vor allem aber für die Belgier. Danke Belgien!

Als Einstieg möchte ich einfach einige Bücher nennen und die allgemeine Definition unkommentiert wiedergeben.

Fangen wir mit der Definition an.

Unter Terrorismus (lat. terror „Furcht, Schrecken“) sind Gewalt und Gewaltaktionen (wie z. B. Entführungen, Attentate, Sprengstoffanschläge etc.) gegen eine politische Ordnung zu verstehen. Der Terror dient als Druckmittel und soll vor allem Unsicherheit und Schrecken verbreiten oder Sympathie und Unterstützungsbereitschaft erzeugen.

Definition nach Peter Waldmann: Terrorismus und Bürgerkrieg. Der Staat in Bedrängnis.

Das erste Buch: Terror vor Europas Toren – Wilfried Buchta

Das Buch habe ich hier schon einmal ausführlich besprochen.

Das zweite Buch: Heiliger Krieg – heiliger Profit von Marc Engelhardt

Die Inhaltsangabe: In den letzten Jahren haben sich in etlichen afrikanischen Staaten verheerende Terroranschläge ereignet. Die Anschläge in Nairobi 2013, im kenianischen Garissa 2014 oder in der malischen Hauptstadt Bamako 2015 waren dabei nur diejenigen, denen die Weltöffentlichkeit am meisten Beachtung schenkte. Der langjährige Afrika-Korrespondent Marc Engelhardt beschreibt, wie Teile Afrikas zur Bühne des internationalen Terrorismus geworden sind. Er zeigt dabei, dass es den vordergründig oft religiös motivierten Terroristen in erster Linie um Macht und Profit geht. Ob al-Shabaab in Somalia, Lord’s Resistance Army in Zentralafrika, al-Qaida in der Sahara oder Boko Haram in Nigeria, sie alle verbinden mit ihren terroristischen Aktivitäten handfeste Geschäftsinteressen. So haben sich grenzüberschreitende kriminelle Netzwerke herausgebildet, unter denen vor allem die einheimischen Bevölkerungen leiden. Zudem hat sich der Terror des „Islamischen Staats“ als Einflussfaktor etabliert, dem einige Terrorgruppen offen nacheifern oder dem sie gar die Gefolgschaft erklären. Das Buch geht zudem der Frage nach, ob Drohnenangriffe, militärische Interventionen und Militärhilfe die richtigen Antworten der westlichen Staaten auf den Terror in Afrika sein können.

Das dritte Buch: Generation Allah von Ahmad Mansour

Die Inhaltsangabe: Religiöser Extremismus ist kein neues Phänomen. Dennoch sehen sich die offenen Gesellschaften des Westens einer zunehmenden Zahl junger, radikaler Islamisten gegenüber, deren Werdegänge und Motive vielfach im Dunkeln bleiben. Ahmad Mansour war einer von ihnen. Er hat sich aus diesem Umfeld gelöst und berät heute zahlreiche Projekte präventiver Jugendarbeit. Seinen Erfahrungen zufolge wirkt ein Bündel von Faktoren als Katalysator der Radikalisierung: die oftmals fehlende oder schwache Autorität der Eltern ebenso wie falsche Vorbilder im Umfeld der jungen Leute, eine unzeitgemäße Auslegung des Islam sowie die als dekadent empfundenen oder so diskreditierten freiheitlichen Gesellschaften des Westens mit ihrem angeblich mangelnden Respekt für den Islam. Nicht zuletzt missbrauchen Radikale den Islam als identitätsstiftendes Surrogat für mangelnde Perspektiven der Jugendlichen in Schule und Beruf. Mansour plädiert für einen individuellen Blick auf jeden gefährdeten jungen Menschen und für konstruktive Präventionsarbeit.

 

Buch zwei und drei sind bei der Bundeszentrale für politische Bildung erschienen. Buch Nummer eins mittlerweile auch.

Buchempfehlung Terror vor Europas Toren – Wilfried Buchta

Der Titel ist leider etwas nunja sagen wir mal sehr theatralisch geraten.

Kurzinfo Autor: Wilfried Buchta ist promovierter Islamwissenschaftler. Von 2005 bis 2011 arbeitete er in Bagdad als politischer Analyst (Senior Political Affairs Officer) für die UNO-Mission im Irak.

Nun aber zum Inhalt. Es geht um die Entstehung des IS dabei beginnt der Autor erst einmal ganz am Anfang mit den Unterschied zwischen Sunniten und Schiiten. Das wird später nocheinmal sehr wichtig. Der Autor arbeitet sich dann Schritt für Schritt durch die irakische Geschichte mit all Ihren Einzelheiten.

Dabei kommen die unterschiedlichsten Themen zur Sprache darunter die Wichtigkeit der Baath-Partei, der Irak-Irankrieg, der erste Golfkrieg uvm.

Dabei beleuchtet der Autor auch die Fehleinschätzungen der USA bzw. ihrer wichtigsten Vertreter Rumsfeld und Cheney. Präsident Bush verlies sich ganz auf seine Berater und war ohne eigene Meinung geschweige denn Führung. Collin Powell war gegen den zweiten Irakkrieg unterlag aber in der regierungsinternen Meinungsbildung und so kam es dann zu dem was wir kennen.

Später im Irak wurden weitere Fehler gemacht dazu gehören die Auflösung der Sicherheitskräfte, die Art und Weise der Ent-Baathifizierung, die zu schnelle Rückgabe der Verantwortung in irakische Hände sowie der Förderalismus in der Verfassung.

Im weiteren Verlauf beleuchtet er den IS im speziellen in allen möglichen Facetten.

Buchta spart in dem Buch mit persönlichen Erlebnissen. Er möchte als sachlicher neutraler Beobachter wahrgenommen werden. Erst am Ende des Buches erzählt er einige wenige persönliche Erlebnisse.

Fazit: Wer sich für die Geschichte des Iraks und des IS interessiert findet in dem Buch genau das was er sucht. Ein besseres Buch zur Region dürfte in den letzten Jahren selten erschienen sein.

Buchempfehlung Helmut Schmidt & Frank Sieren – Nachbar China.

Helmut Schmidt & Frank Sieren – Nachbar China. Im Gespräch mit Frank Sieren spricht Helmut Schmidt darüber wie er Mao und vorallem Deng Xiaoping erlebt hat. Wie er die chinesische Kultur erlebt hat und welche Probleme China‬ in Zukunft erwarten.

Schmidt betont am Ende des Buches China´s Friedfertigkeit, er sagt China würde nie seine Nachbarn angreifen, das läge nicht in der Art der Chinesen. Da widerspreche ich Schmidt, grade in Chinas aktuellen Konflikten im Südchinesischen Meer tritt China immer agressiver auf um seine eigenen Interessen durchzusetzen. Ich denke zwar China würde keinen langen Krieg gegen seine Nachbarn führen, aber ein kurzer militärischer Schlag um die eigene Position zu untermauern oder Fakten zu schaffen halte ich durchaus für möglich. Ein Schlag gegen ‪‎Japan‬ würde ich vorerst als weniger wahrscheinlich einschätzen, da die Tragweite einer solchen Eskalation viel weiter reicht. Die momentane Chinesische Strategie setzt auf viele kleine Schritte zur Erweiterung des eigenen Machtbereichs. Gleichzeitig versucht China mit der weiteren Entwicklung und Stationierung von ballistischen Anti-Schiffsraketen die eigenen Küstengebiete gegen die US Navy abzusichern. Im Falle eines Konfliktes sind Chinas wirtschaftlichen Schwerpunkte entlang der Küsten hochgradig gefährdet. Deshalb soll um die Küsten eine Sperrzone die verteidigt werden kann errichtet werden. In der jeden fremden Marine der Zugriff verweigert werden kann (Acces Denial). Chinas Pläne sind sehr langfristig ausgerichtet. Das entspricht einem der Realität und gleichzeitig der chinesischen Mentalität als ewige Nation.

Bücher Aktualisierung 1

Ich habe in der letzten Zeit einige neue Bücher bekommen, von denen einige schon gelesen sind. Und diese wollte ich nun einmal aufzählen, der Vollständigkeit halber.

 

Davon bereits gelesen sind:

Friedrich Schiller – Wallenstein komplett

Helmut Schmidt – Einmischungen

Helmut Schmidt – Vertiefungen

Huntington – Kampf der Kulturen

 

Noch zu Lesen sind:

Helmut Schmidt – Eine Strategie für den Westen

Ulrich Beck – Politik in der Risikogesellschaft

Richard David Precht – Wer bin ich und wenn, ja wieviele?

 

Man merkt das ich sehr viel von Helmut Schmidt lese. Das hat mehrere Gründe erstens lese ich gerne was er schreibt. Zweitens finde ich viele (nicht alle) Aussagen von ihm zutreffend oder soweit passend, dass man sich darüber Gedanken machen sollte. Drittens hat mir einmal jemand geraten: „Such dir einen Autoren, der dir gefällt und lies alles von ihm und geh dann zum Nächsten weiter.“ So werde ich das auch handhaben und mir immer weiter Bücher von Helmut Schmidt kaufen. Weiterhin aber auch andere Bücher.

Auf meiner Leseliste stehen nämlich noch andere Bücher z.B.  Marina Weisband – Wir nennen es Politik oder Henry Kissinger – China. Zwischen Tradition und Herausforderung.

 

Und wie immer freue ich mich über weitere Vorschläge.

 

Ein Vortrag

Ich habe demletzt in einer politischen Diskussionsrunde einen kleinen Vortrag gehalten. Thema war.

„Ein Szenario eines dritten Weltkrieges oder eines Krieges zwischen Kernstaaten einer Kultur nach Huntington“

Ich habe zuerst das Szenario dargestellt wie es Huntington in seinem Buch „Kampf der Kulturen – Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert“ im Kapitel Krieg der Kulturen und Weltordnung beschreibt. Danach habe ich erstmal die anderen Diskussionsteilnehmer gefragt warum dieses Szenario bisher nicht eingetreten ist. Huntington hatte für sein Szenario immerhin das Jahr 2010 angenommen. So entstand ein erster kleiner Meinungsaustausch. Der letzte Teil des Vortrages beschäftigte sich dann mit den Gründen, von denen ich einige herausgearbeitet habe.

So nun aber zum Text ich stelle hier mein Referatstext ein. Mit dem ich den Vortrag gehalten haben. Dem entsprechend ist das ganze etwas abgehackt und gekürzt geschrieben ich hoffe ihr könnt trotzdem etwas damit anfangen. Es liest sich dadurch natürlich nicht ganz flüssig, war aber auch nur für mich eine Hilfe das Referat zu führen.

Ein Szenario eines dritten Weltkrieges oder eines Krieges zwischen Kernstaaten einer Kultur nach Huntington

 

Ein großer Krieg ist unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich.

Gründe für einen solchen Krieg wären die Eskaltion eines Bruchlinienkrieges oder eine Verschiebung des Machtgleichgewichts der führenden Weltmächte.

Angenommen Jahr 2010

USA haben ihre Militärpräsens in Ostasien verringert und im Südchinesischen Meer wird Öl gefördert einerseits von den Chinesen aber auch von Vietnam durch US-Firmen.

Durch das gesteigerte Selbstvertrauens China, möchte China nun die volle Kontrolle über das Südchinesische Meer ausüben. Es kommt zu Gefechten zwischen der vietnamesischen Marine und der chinesischen Marine.

China marschiert daraufhin in Vietnam ein. Vietnam bittet die USA um Hilfe. China rät den USA sich nicht einzumischen. Die USA fordern Wirtschaftssanktionen und entsenden eine ihrer letzten Flugzeugträgerkampfgruppen. Die anderen Nationen Asiens sind unschlüssig wie sie sich verhalten sollen.

Die Chinesen sehen die Ankunft des US-Flugzeugträgerverbandes als Verletzung ihrer Hoheitsrechte im südchinesischen Meer und greifen den Verband mit Schiffen und Flugzeugen an. Die Japaner erklären ihre Neutralität und stellen die US-Stützpunkte unter Quarantäne.

Beide Seiten verfügen über Kernwaffen setzten diese aber zu Beginn des Krieges nicht ein. Trotzdem ist die Angst davor groß grade in den USA, in der viele der Meinung sind. “ Was geht uns das an wer dort Krieg führt.“

Unterdessen beginnt der Krieg jedoch richtig. Indien versucht mit einem Angriff auf Pakistan die konventionellen und nuklearen Waffenpotenziale des Landes auszuschalten. Daraufhin wird das Bündnis Pakistan-China-Iran aktiv. Der Iran kommt Pakistan zu Hilfe und Indien befindet sich in einem zähen Kampf mit pakistanischen und iranischen Truppen.

Die ersten Erfolge Chinas führen zu einer Verstärkung antiwestlicher Gruppen in den muslimischen Ländern und die dortigen prowestlichen Regierungen werden gestürzt. Eine neue Angriffswelle arabischer Staaten gegen Israel bricht los.

Japan entschließt sich nun zum völligen Seitenwechsel und besetzt nun sogar die US Stützpunkte im Land. Japanische Schiffe liefern sich ab und zu Gefechte im Pazifik mit US-Schiffen.

Die chinesischen Erfolge verunsichern aber Russland, welches beginnt seine Truppen in Sibirien zu verstärken. Dabei stören die chinesischen Siedler in Sibiren und China greift ein um seine Landsleute zu schützen und beginnt damit Wladiwostok und wichtige Teile Sibiriens zu besetzen.

Europa zögert den Amerikanern zur Hilfe zu kommen. China und der Iran schmuggeln Mittelstrecken Raketen nach Bosnien und Algerien und setzen damit die Europäer unter Druck. Die Raktenstellungen werden aber aufgedeckt. Serbien und Kroatien marschieren in Bosnien ein um die im Balkankrieg begonnen Säuberungen fortzusetzen. Albanien und die Türkei versuchen Bosnien zu helfen. Bulgarien und Griechenland besetzen den europäischen Teil der Türkei. Ein aus Algerien abgefeuerter Nuklearsprengkopf explodiert in der Nähe von Marseille und Europa ist nun auch vollkommen im Krieg angekommen.

Am Ende heißt es USA, Russland Europa und Indien gegen China Japan und den größten Teil des Islams.

 

Warum dieses Szenario nicht stattgefunden hat und wohl auch nicht stattfinden wird.

 

Die USA verringern ihre Militärpräsens in Ostasien nicht, sie erhöhen sie sogar.

Und die Beziehungen zu verbündeten wie Japan werden immer enger.

Die europäischen NATO-Staaten würde auch nicht abwarten bis sie direkt angegriffen würden.

Die Chinesen sind vom militärischen Stand noch nicht soweit den USA Paroli zu bieten 2030 evtl regional.

Indien rüstet auch weiter auf vorallem maritime Kräfte die eventuell im Falle eines Krieges. Auch ab ca. 2030 dazu fähig wären die für Erdöltransporte nach China so wichtige Straße von Malacca zu blockieren.

Diese Rolle könnten aber auch andere US-Verbündete beispielsweise Australien übernehmen.

China hat innerhalb seiner langen kulturellen Vergangenheit nie Angriffskriege geführt außer auf Territorien die es als sein Staatsgebiet betrachtet z.B. Tibet. Heutige Fälle in denen sowas stattfinden könnte wären die Senkaku-Inseln oder Taiwan.

 

 

Ross Kemp on Afghanistan

Ich habe das Buch gebraucht im Secondhandgeschäft zusammen mit einigen anderen Büchern gekauft. Das Buch ist in englischer Sprache verfasst, dass sollte allerdings für niemanden ein Problem darstellen 🙂

Das Buch beginnt mit zwei Zitaten von denen ich eins erwähnen möchte: „The Taliban are your problem. You are the Taliban´s problem. All of you are my problem“

An Afghan villager to the author, summer 2008

Das zeigt, dass die Menschen vorort zwischen den einzelnen Parteien stehen und es sind nicht nur die Zwei. Auch andere Parteien haben Interessen. Und die Menschen versuchen irgendwie das Beste für sich und Ihre Familien zu erreichen.

Nur was ist das Beste für sie? Mit dem Westen zusammen arbeiten in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Dafür aber das Risiko tragen von den Taliban vorher umgebracht oder gefoltert zu werden? Oder lieber einfach nur wegschauen und sich verstecken in der Hoffnung das alles einfach besser wird. Ich glaube das ist schwer zu sagen und hängt auch von der persönlichen Situation des einzelnen sowie seiner Persönlichkeit ab.

Das Buch beschäftigt sich viel auch mit den Problemen der Bewohner, Angst, Arbeitslosigkeit, Korruption und nicht zuletzt den psychischen und körperlichen Folgen von Krieg. Das Buch wirft aber vorallem einen Blick auf die britischen Soldaten im Süden Afghanistans. Die noch intensivere Gefechte als die Bundeswehr führen und vorallem häufiger. Man kann ein klein bisschen beim Lesen fühlen wie sich die Soldaten fühlen. Wenn sie im direkten Einsatz sind, wenn sie Kameraden verlieren oder wenn sie nach Hause kommen. Und dort mit anderen Problemen z.B. Unverständnis für das Erlebte konfrontiert werden. Ross Kemp besuchte auch wähend eines Heimaturlaubs eine Rehaeinrichtung für verletzte Soldaten mit Amputationen oder anderen einschränkenden Verletzungen. Ein sehr einprägender Abschnitt des Buches.

Wer Johannes Clair – Vier Tage im November gelesen hat der wird einige Unterschiede zwischen Briten und Deustchen feststellen. Wie die Soldaten mit den ihnen gestellten Problemen umgehen, bis hin zu Dingen wie der Versorgung oder der Organisation der Feldlager. Man merkt aber deutlich den Unterschied in der Sichtweise der beiden Autoren der eine als Soldat der andere als Journalist.

Für mich war es ein interessantes Buch, was mir auch ermöglicht hat einmal in den Süden Afghanistans zu schauen.