Leseliste 2016

Heute möchte ich einmal auflisten was ich 2016 alles gelesen habe, dabei werde ich einige Sachen abkürzen gerade aus dem Bereich Unterhaltungsliteratur und Manga. Wer dazu mehr wissen möchte einfach nachfragen.

Aber fangen wir mit einem Kurzüberblick über die Unterhaltungsliteratur an.

Vier verschiedene Mangareihen die mir alle sehr gut gefallen haben. Und mir so manche Fahrt in Bahnen und Bussen abgekürzt haben.

Unzählige Romane von Tom Clancy. Wenn ich ehrlich bin kaufe ich mir die Bücher Querbeet, da ich sie schon als Hörbuch gehört habe und nun kaufe wenn sie mir in die Hände fallen. Welche ich wann gelesen habe kann ich wirklich nicht mehr beurteilen. Schade das er 2014 gestorben ist.

Ich bin endlich dazu gekommen das Lied von Eis und Feuer zu lesen. Großartige Reihe, fesselnd und ich warte noch auf die Fortsetzung!

Kommen wir nun zu den Sachbüchern und ich habe mit Sicherheit welche in den tiefen meiner Schränke oder den Stapeln auf dem Fußboden vergessen….. Ich brauche mehr Schränke!

Lydia Bennecke – Sadisten

Ist eigentlich ihr zweites Buch kann man aber super so lesen. In dem Buch beschreibt sie an realen Beispielpersonen wie sich Persönlichkeitsstörungen auf die Persönlichkeit auswirken und wie diese mit Kriminalität zusammenhängen. Ein weiterer Teil des Buches ist der Unterscheidung zwischen gefährlichen und ungefährlichen Sadisten gewidmet. Ein sehr wichtiges Thema das bisher öffentlich kaum diskutiert worden ist.

Carjus Bekker – Angriffshöhe 4000

Das Buch beschreibt den Vorlauf und die Geschichte des zweiten Weltkrieges mit Schwerpunkt auf der Luftwaffe. Für mich als Mensch mit Bodenhaftung, der immer gerne im Wald verschwindet ein neuer interessanter Fokus.

Carjus Bekker – Verdammte See

Siehe oben Fokus hier aber auf der Marine.

Paul Carrell – Sie kommen

Beschreibt die Landung der Normandie aus Sicht einzelner Personen und ihren Erlebnissen. Für mich kleines Highlight waren die Erlebnisse eines Bauern aus der Umgebung von Celle meiner Heimatstadt.

Wilfried Buchta – Terror vor Europas Toren

Der Titel ist reißerisch aber darunter versteckt sich ein sehr tiefgehendes Buch. Ein Buch, das die Irakische Geschichte, Gesellschaft, das Verhältnis der Religionen, die Politische Entwicklung, die amerikanischen Fehler und den Aufstieg des IS so gut untersucht wie kein anderes Buch.

Colin Powell – Leadership

Colin Powell beschreibt in dem Buch wie er als Führungskraft agiert hat und wie erfolgreiche Führungsarbeit aussieht. Viele „Regeln“ des Buches taugen auch für das normale Leben.

Christoph Warmer und Sören Weber – Mission: Startup

Das Buch ist eine Interviewsammlung mit Gründern wie Christian Reber von 6Wunderkinder bis Gregor Gerlach von Vapiano. Anmerkung da kann man wirklich super Essen gehen.

Helmut Schmidt – Außer Dienst

Eine Zusammenfassung seiner Dienstzeit, es ist auch ein sehr persönliches Buch.

Alice Schröder – Das Leben ist wie ein Schneeball

Die einzige von Warren Buffet autorisierte Biographie! Sehr umfangreich, sehr persönlich und sehr lehrreich. Dieses Buch hat Warren Buffet zu einem meiner großen Vorbilder werden lassen.

Chris Kyle – American Sniper

Das Buch zum Film. Allerdings hatte ich eine erweiterte Fassung, erweitert um die Kommentare und Gedanken seiner Ehefrau, die noch ein weiteres sehr persönliches Licht auf die Person Chris Kyle wirft.

Jim Collins – Der Weg zu den Besten

Was macht ein Spitzenunternehmen aus? Wie kommt man dahin und was macht eine Spitzenführungspersönlichkeit aus? Das sind die zentralen Fragen des Buches und sie werden beantwortet und zwar sehr eindrucksvoll. Leseempfehlung für alle die Unternehmen oder andere Organisationen führen oder führen wollen.

Bundeszentrale für politische Bildung – Länderberichte China, Japan und Korea.

Alle drei Berichte sind lesenswert und geben ein tiefen Einblick in alle drei Staaten angefangen beim Klima über die Geschichte bis hin zur Politik und Wirtschaft. Wer sich für einen der Staaten interessiert unbedingt lesen.

Peter R. Neumann – Die neuen Dschihadisten

Die zentrale Frage ist was bringt jemanden dazu ein Terrorist zu werden und wie kann man es verhindern.

Gudrun Krämer – Geschichte Palästinas

Der Untertitel: „Von der osmanischen Eroberung bis zur Gründung des Staates Israel“ gibt den Inhalt sehr gut an.

Marc Engelhardt – heiliger Krieg Heiliger Profit

Das Buch legt den Fokus auf den Terrorismus in Afrika der sich vor allem vom arabischen Terrorismus unterscheidet, da er sich selbst finanzieren muss. Der Autor untersucht wie Terrorgruppen wie Boko Haram ihr Geld verdienen.

John Brooks – Business Adventures

Das Lieblingswirtschaftsbuch von Bill Gates und Warren Buffet. An Hand von 12 Geschichten werden wichtige Themen wie Marketing und Kommunikation in Unternehmen erläutert. Unterhaltsam und lehrrreich.

Timothy Geithner – Stress Test

Der ehemalige US-Finanzminister analysiert wie Finanzkrisen entstehen, wie man sie verhindern kann und wie man sie bekämpfen kann. Des weiteren behandelt er in dem Buch die Finanzkrise von 2008.

Boris Reitschuster – Putins verdeckter Krieg

Boris Reitschuster lebte und arbeite lange und hat dort viele Freunde und bekannte. Gerade aus dem Bereich der Journalisten. In dem Buch behandelt er mehrere Themen einmal das Machtsystem Putin und der Umgang mit Medien im inneren. Ein weiteres Thema ist die Beeinflussung von Medien hierzulande, auch durch berühmte Persönlichkeiten die Verbindungen bis nach Moskau haben.

Henry Kissinger – Weltordung

Kissinger beschreibt in dem Buch was eine Weltordnung ausmacht, wie eine Weltordnung entsteht, welche es gab, wie sie zerbrachen und wie er sich eine zukünftige Weltordnung vorstellt.

Auch im Jahr 2017 freue ich mich auf jede Menge schöner Bücher. Momentan lese ich ein Kissinger Buch. Parallel dazu lese ich, wenn mir der Sinn nach Unterhaltung ist, von David Eddings die Belgariad Saga.

Terrorismus – Ein Einstieg in das Thema

Die Anschläge von Brüssel sind auch an mir nicht spurlos vorüber gegangen. Sie sind genau wie die Anschläge von Paris und die meisten anderen Anschläge Angriffe auf unsere Freiheit und Gesellschaft. Wir dürfen jetzt nicht in Panik verfallen, sondern müssen tief durchatmen, das Denken wieder aufnehmen und dann handeln.

Belgier, Europäer seit stark, bleibt stark, seit frei, bleibt frei.

Belgien ist ein befreundetes Land soweit das unter Staaten geht. Belgien ist unserer Verbündeter und Partner in der NATO und der EU. Deshalb verdient Belgien unsere vollste Solidarität und Unterstützung.

Das wir Belgien heute einen Freund und Partner nennen dürfen ist eine der schönsten Geschichten des großen Buches der Weltgeschichte. Soviel ist zwischen unseren Ländern vorgefallen meistens ging es von unserer Seite aus. Das verdient Anerkennung für beide Seiten vor allem aber für die Belgier. Danke Belgien!

Als Einstieg möchte ich einfach einige Bücher nennen und die allgemeine Definition unkommentiert wiedergeben.

Fangen wir mit der Definition an.

Unter Terrorismus (lat. terror „Furcht, Schrecken“) sind Gewalt und Gewaltaktionen (wie z. B. Entführungen, Attentate, Sprengstoffanschläge etc.) gegen eine politische Ordnung zu verstehen. Der Terror dient als Druckmittel und soll vor allem Unsicherheit und Schrecken verbreiten oder Sympathie und Unterstützungsbereitschaft erzeugen.

Definition nach Peter Waldmann: Terrorismus und Bürgerkrieg. Der Staat in Bedrängnis.

Das erste Buch: Terror vor Europas Toren – Wilfried Buchta

Das Buch habe ich hier schon einmal ausführlich besprochen.

Das zweite Buch: Heiliger Krieg – heiliger Profit von Marc Engelhardt

Die Inhaltsangabe: In den letzten Jahren haben sich in etlichen afrikanischen Staaten verheerende Terroranschläge ereignet. Die Anschläge in Nairobi 2013, im kenianischen Garissa 2014 oder in der malischen Hauptstadt Bamako 2015 waren dabei nur diejenigen, denen die Weltöffentlichkeit am meisten Beachtung schenkte. Der langjährige Afrika-Korrespondent Marc Engelhardt beschreibt, wie Teile Afrikas zur Bühne des internationalen Terrorismus geworden sind. Er zeigt dabei, dass es den vordergründig oft religiös motivierten Terroristen in erster Linie um Macht und Profit geht. Ob al-Shabaab in Somalia, Lord’s Resistance Army in Zentralafrika, al-Qaida in der Sahara oder Boko Haram in Nigeria, sie alle verbinden mit ihren terroristischen Aktivitäten handfeste Geschäftsinteressen. So haben sich grenzüberschreitende kriminelle Netzwerke herausgebildet, unter denen vor allem die einheimischen Bevölkerungen leiden. Zudem hat sich der Terror des „Islamischen Staats“ als Einflussfaktor etabliert, dem einige Terrorgruppen offen nacheifern oder dem sie gar die Gefolgschaft erklären. Das Buch geht zudem der Frage nach, ob Drohnenangriffe, militärische Interventionen und Militärhilfe die richtigen Antworten der westlichen Staaten auf den Terror in Afrika sein können.

Das dritte Buch: Generation Allah von Ahmad Mansour

Die Inhaltsangabe: Religiöser Extremismus ist kein neues Phänomen. Dennoch sehen sich die offenen Gesellschaften des Westens einer zunehmenden Zahl junger, radikaler Islamisten gegenüber, deren Werdegänge und Motive vielfach im Dunkeln bleiben. Ahmad Mansour war einer von ihnen. Er hat sich aus diesem Umfeld gelöst und berät heute zahlreiche Projekte präventiver Jugendarbeit. Seinen Erfahrungen zufolge wirkt ein Bündel von Faktoren als Katalysator der Radikalisierung: die oftmals fehlende oder schwache Autorität der Eltern ebenso wie falsche Vorbilder im Umfeld der jungen Leute, eine unzeitgemäße Auslegung des Islam sowie die als dekadent empfundenen oder so diskreditierten freiheitlichen Gesellschaften des Westens mit ihrem angeblich mangelnden Respekt für den Islam. Nicht zuletzt missbrauchen Radikale den Islam als identitätsstiftendes Surrogat für mangelnde Perspektiven der Jugendlichen in Schule und Beruf. Mansour plädiert für einen individuellen Blick auf jeden gefährdeten jungen Menschen und für konstruktive Präventionsarbeit.

 

Buch zwei und drei sind bei der Bundeszentrale für politische Bildung erschienen. Buch Nummer eins mittlerweile auch.

Landtagswahl Baden-Württemberg Wahlprogramme ein Vergleich Bildungspolitik

Nachdem ich mich im letzten Artikel mit dem Thema Flüchtlingspolitik auseinander gesetzt habe, kommt nun das eigentlich wichtigste Landesthema Bildung dran. Die Hochschulbildung und Forschung werde ich vielleicht noch separat behandeln. Die Wahlprogramme werde ich wieder am Ende verlinken dort sind auch wieder mehr Details auch hier kann ich nur verkürzen.

Bevor wir mit der CDU anfangen ein bisschen allgemeines. ALLE Parteien die sprechen davon, dass sie Baden-Württemberg das beste Bildungssystem überhaupt bescheren wollen. Dort sind sie sich völlig einig nur was dieses System ausmacht. Nun ja das ist hier die spannende Frage. Hinzufügen möchte ich noch das politische Maßnahmen Zeit brauchen um zu Wirken auch oder grade im Bildungsbereich. Das hat zur Folge, dass sich die Auswirkungen wenn die Regierungspartei Glück hat, erst zum Ende der Legislaturperiode zeigen.

Nun aber zur CDU

Individuelle Förderung der Schüler, differenziertes Schulsystem vor rot/grünen Gesamtschulen sei besser für die individuelle Förderung, die Abschaffung der verbindlichen Grundschulempfehlung soll nicht aufgehoben werden. Aber die Schulen sollen Einsicht in die Empfehlung bekommen und den Eltern soll ein Beratungskonzept bei der Wahl der richtigen Schule helfen und in den weiterführenden Schulen sollen Förderungen die Schüler individuell fördern wenn nötig, frühkindliche Bildung fördern mehr, bessere Erzieher und Konzept der Bildungshäuser weiter ausbauen, Grundschulen massiv fördern wichtige Eckpunkte: Erlernen der Grundfertigkeiten Lesen, Sprechen, Schreiben. Ablehnung von Konzepten „Schreiben nach Sprechen“, Werkrealschulen erhalten und wenn nötig in die Realschulen integrieren. Realschulen sind das Rückgrat des Bildungssystems und sollen durch individuelle Leistungsniveaus eine individuelle Förderung sicherstellen, allgemeine Gymnasien erhalten und Schulen über G8 oder G9 entscheiden lassen, keine neuen Gemeinschaftsschulen errichten, die bestehenden aber erhalten, Lernen wieder mit Noten bewerten, Klassenwiederholungen ermöglichen, Berufsschulen finanziell ausreichend ausstatten, auch Kleinklassen zulassen, wohnortnahe Berufsschulstandorte im ländlichen Raum erhalten, mehr schulbezogene Stellenausschreibungen zulassen, den Schulen eigene Fortbildungsbudgets zuweisen, mehr Verwaltungsfachkräfte zur Entlastung der Schulleitung, Inklusion fördern nachgefragte Sonderschulen erhalten, bessere Finanzierung und mehr Pädagogen, Flexible Ganztagsschulangebote schaffen, Mehr und bessere Lehrer (bei den anderen Parteien spare ich diesen Punkt ist überall vorhanden), Digitalisierung in der Schule stärken.

Abschließend sei gesagt wer ein differenziertes Schulsystem den Gesamtschulen vorzieht ist hier richtig. Bei den anderen Parteien werde ich Punkte wie „mehr und bessere Lehrer/Pädagogen“ weglassen da sie bei nahezu allen vorkommen und eh nicht so schnell realisierbar sind.

Als zweites werden wir die Grünen abarbeiten.

Individuelle Förderung der Schüler im Vordergrund, Gesamtschulen vor differenziertem Schulsystem, Fortführung der bereits in der Regierung begonnen Änderungen, bereits 1 Mrd. in Bildung investiert weiterhin mehr investieren, weiter Ausbau der Ganztagsschulen, Schulsystem auf zwei Säulen Gymnasien und Haupt-, Werkreal-, Real- und Gemeinschaftsschulen als integrative Schulformen, Gymnasien mehr Freiräume zur individuellen Schülerförderung schaffen, Entlastungen für Schulen im Verwaltungsbereich, festeingestellte Vertretungslehrer, Integration von Medienbildung in den Bildungsplan, bei Inklusion die Wahlfreiheit der Eltern stärken, Investitionen in frühkindliche Bildung wurden fast verzehnfacht, Förderung des Konzeptes der Familienzentren, mehr Entscheidungsmöglichkeiten auf Ebene Schule und Eltern, Förderung von beruflichen Vollzeitschulen, bezahlbare Wohnheime sollen flächendeckend für die Schüler mit Bedarf zur Verfügung stehen, Förderung von Bibliotheken und Volkshochschulen.

Zusammengefasst wer Gesamtschulen für das bessere Schulsystem hält ist hier besser beraten. Heraus zu heben ist hier vielleicht noch die Integration von Medienbildung in den Bildungsplan.

Als drittes haben wir die SPD die wie die Grünen momentan noch Regierungspartei ist.

In den letzten 5 Jahren hat man den Kultusetat bereits um 1,4 Mrd. Euro erhöht das möchte man fortsetzen, Forderung nach Abschaffung des Kooperationsverbotes mit dem Bund, bereits viel im Bereich frühkindliche Leistung getan auch das möchte man fortsetzen, Ausbau des Ganztagsschulangebotes endgültige Entscheidung bei den Kommunen, Förderung von integrativen Lernkonzepten, Rückkehr zum G9 nicht sinnvoll da das G9 an beruflichen Gymnasien noch besteht, kein funktionierender Schulstandort soll gegen den Willen des Schulträgers aufgegeben werden, Medien und Digitalbildung stärken, Schulsozialarbeit wurde bereits mit 25 Mio. Euro gestärkt, an den Berufsschulen sollen Vorbereitungsklassen für Flüchtlinge entstehen, Einführung von Bildungszeit für lebenslanges Lernen, politische Bildung fördern.

Zusammenfassend merkt man in vielen Punkten sind sich die Parteien einig sind und das ich diese Punkte einfach weglasse niemals möchte Wiederholungen lesen und ich nicht schreiben. Die SPD ist im Bereich Bildung den Grünen sehr nahe und bevorzugt das Gesamtschulkonzept. Was ich persönlich sehr gut finde ist neben der Medienbildung der Punkt politische Bildung, da ich in meiner Heimatstadt Celle in Niedersachsen mehrere Jahre in einem von Stadt und Land geförderten Projekt ehrenamtlich tätig war. Haupthemen waren dort Medien, Demokratie und Rassismus.

Kommen wir nun zur FDP

Die FDP möchte einen „Schulfrieden“ erreichen in dem die Beteiligten vor Ort über die Schulgestaltung entscheiden, zur flächendeckenden Beschulung sollen Bildungsregionen gebildet werden, Bevorteilung einer Schulform beenden und gleiche Bedingungen für die verschiedenen Schulformen schaffen, die Möglichkeit zur Bildung von Schulverbünden soll geschaffen werden, den Schulen ein eigenes Budget zuweisen, sie dürfen über Personalangelegenheiten eigenständig entscheiden, für die Förderung von frühkindlicher Bildung soll ein Gutscheinmodell eingeführt werden, offene Ganztagsschule auch ins Schulgesetz schreiben, den Eltern die freie Wahl der Grundschule überlassen, die FDP hält einen eigenen Bildungsplan für jede Schulart für notwendig, eigenständiger Lehrplan für Informatik, Gymnasium soll gestärkt werden, Wiedereinführung von Grund und Leistungskursen, Berufsschulen als neunjährige Alternative zum G8, den Gymnasien und Realschulen soll es ermöglicht werden sich über die Grundschulempfehlung ihrer Schüler zu informieren, Inklusion Beratung für Eltern bei der Entscheidung welche Schule für ihr Kind die beste ist.

Zusammengefasst bevorzugt die FDP wie die CDU ein differenziertes Schulsystem möchte sich aber im Rahmen eines Schulfriedens für die Existenz beider Systeme einsetzen und die Entscheidungen über die Schulformen den Kommunen vor Ort überlassen. Wer der Meinung ist beide Schulsysteme sind richtig und das können sie durchaus sein, da jedes Kind anders ist, ist bei der FDP im Bildungsbereich richtig.

Kommen wir nun zur AFD sie fordert eine klassengeführten Unterricht, eine „Ideologie freie“ Pädagogik, sie setzt sich gegen eine Überfrachtung der Kinder im Vorschulalter durch Lernprogramme ein, Sexualkundeunterricht sollte altersgerecht erfolgen (Was ist altersgerecht Wohl aber auf jeden Fall später als zurzeit also noch später als zu meiner Zeit schon und das war schon bei den meisten viel zu spät), Wahlfreiheit zwischen Ganztagsschule und Halbtagsschule, Lehrmittel und Schülerbeförderung sollen kostenfrei für Eltern sein, kein Ausbau von Gemeinschaftsschulen, Gymnasium stärken, Wiedereinführung der verbindlichen Grundschulempfehlung, Stärkung der Real- und Werkrealschulen, Sonderschulen erhalten, Inklusion darf das Lernen anderer Schüler nicht beeinträchtigen, deutsche Sprache fördern, duale Ausbildung fördern.

Zusammengefasst setzt die AFD auf ein differenziertes, leistungsorientiertes Schulsystem wie die CDU. Unterschiede liegen z.B. in Bereichen der Inklusion. Digitalbildung wird bei der AFD ebenso wenig erwähnt wie Aussagen zu G8/G9.

Die Piraten heben sich dadurch ab das sie weder für Gesamtschulen oder ein differenziertes Schulsystem sind sondern, für ein Kursystem in dem es Pflicht und Wahlkurse gibt um den Kindern so eine individuelle an ihren Interessen orientierte Bildung zu bieten. Kurse sollen bei Nichtbestehen wiederholt werden und zusätzliche Fördermaßnahmen eingeleitet werden. Davon abgesehen haben die Piraten in ihrem Wahlprogramm auch einige sehr innovative Forderung die sich ins bisherige Schulsystem sehr gut integrieren lassen und aufjedenfall eine nähere Betrachtung auch durch andere Parteien verdienen z. B. Unterreichsbeginn erst ab neun Uhr.

Als letztes kommen wir nun zur Linkspartei. Sie ist bereits für eine frühkindliche Inklusion, gebührenfreie Bildung bereits ab der Kita, Kitagebühren müssen abgeschafft und als Sofortmaßnahme ein gebührenfreies Kitajahr eingeführt werden, Abbau des selektiven Schulsystems bis zur 10. Klasse, Ausbau der pädagogischen Arbeit an allen Schulen (wäre richtig allerdings wird man in den nächsten 10-20 Jahren nicht genug Pädagogen zusammenbekommen), spezielle Sprachförderklassen sollen entstehen, Kooperationsverbot des Bundes abschaffen, Abschaffung von G8, duale Ausbildung stärken.

Zusammengefasst möchte die Linkspartei wie alle Parteien mehr Geld in Bildung investieren. Sie legt in ihrem Wahlprogramm aber den Fokus auf die Benachteiligung von Sozialschwachen. Sie ist wie die SPD und die Grünen für ein Gesamtschulkonzept.

Als endgültiges Fazit lässt sich sagen. Wer hier zu einer Entscheidung kommen möchte. Muss sich erstmal zwischen differenzierten oder Gesamtschulkonzept entscheiden. Wer das nicht kann hat zwei Alternativen entweder die FDP favorisieren die beide Schulformen nachfrage abhängig nebeneinander erhalten möchte oder das Kurssystem der Piraten wählen. Die anderen Unterschiede zwischen den Parteien sind Kleinigkeiten wobei sich hier grade die Piraten mit ein zwei sehr guten Ideen positiv abheben. Am Ende bleibt die Entscheidung beim Wähler. Ich selber denke, dass keines von beiden Konzepten das bessere ist sondern das jedes Kind in einem der Systeme am besten lernen kann. In welchem? Das herauszufinden ist Aufgabe der Eltern, Lehrer und des Kindes. Der Staat sollte beides ermöglichen am besten wohnortnah. Also bliebe für mich nur die FDP im Bildungsbereich oder die SPD, Grünen und die CDU weil sie zumindest die anderen Schulformen nicht abschaffen wollen.

Sonntag ist Wahltag und dort entscheidet dann der Wähler.

Grüße aus Niedersachsen wir haben dieses Jahr keine Landtagswahl sondern in meiner Heimatstadt „nur“ Kommunalwahlen wird sicher auch spannend!

PS: Ich habe jetzt neben dem Beruf noch eine Weiterbildung über ein Fernstudium angefangen. Wie sich das auf meine Schreibtätigkeit hier auswirkt wird sich zeigen.

Wahlprogramme:

Wahlprogramm AFD

Wahlprogramm SPD

Wahlprogramm CDU

Wahlprogramm Piratenpartei

Wahlprogramm FDP

Wahlprogramm Linkspartei

Wahlprogramm Grüne

Mein politischer Lebensweg bisher…

Ich möchte meinen politischen Lebensweg einmal kurz vorstellen.

Ich war seit März 2012 in der Piratenpartei ca. 2 Jahre lang. Dort habe ich mich vor allem in Kommunalbereich eingebracht, in den Wahlkämpfen geholfen, Mitglied in der AG Bildung Celle und bei der Gründung des Kreisverbandes mitgeholfen.

Ich habe dann die Partei aus mehreren Gründen damals verlassen. Ein kurzfristiger und eher unwichtiger Punkt war die in den Sand gesetzte Landtagswahl, die gezeigt hat das Niedersachsen kein Interesse an den Piraten auf Landesebene hat. Allgemein hat das Interesse an den Piraten nachgelassen. ACTA war erfolgreich besiegt, Vorratsdatenspeicherung vorläufig besiegt (großer Respekt auch an Frau Leutheusser-Schnarrenberger für ihren Widerstand) und der NSA-Skandal ging irgendwie an den Piraten vorbei.

Größere Probleme hatte ich allerdings mit der Diskussions- und Kommunikationspolitik innerhalb der Partei. Bei den „normalen“ Parteien gibt es schon eine Menge Störer und persönliche Angriffe. Als Extrembeispiel lässt sich sehr gut die Niedersachsen-Maillingliste nehmen. Im Kreisverband oder im persönlichen, informellen Gespräch war die Kommunikation ganz anders. Sie war geprägt von einem offenen ehrlichen Austausch, sachlicher politischer Diskussion und bei den meisten aufgeschlossen und tolerant unabhängig von Alter, politischer Erfahrung usw.

Des weiteren hatte ich immer größer werdende Probleme mit dem sich entwickelnden Parteiprogramm. In großen Teilen ist die Piratenpartei eine sozialliberale geblieben. Für mich ist aber das außenpolitische Programm zu dünn und vor allem finde ich es etwas sehr realitätsfern, allerdings nicht so schlimm wie das der Linken. Es begreift aber nicht ganz die Wichtigkeit der deutschen Integration in internationale Strukturen wie die NATO oder die EU.

Der Austrittsauslöser war für mich dann das sich der Vorstand des Kreisverbandes wegen irgend einer Kleinigkeit zerstritten hat. Und sich dann aufgelöst hat.

Ich war dann eine Zeit parteilos auf der Suche nach einer neuen Partei viel Wahl gab es für mich nicht CDU keine Alternative, Grüne waren mir in der Außen und Sicherheitspolitik auch zu weltfremd mit Ausnahme einiger weniger Politiker (der gereifte Joschka Fischer damals, heute Omid Nouripour), die Linke war keine Alternative für mich als liberaler Mensch und die FDP steckte unter Rösler noch in einer Wolke aus heißer Luft. Ganz traue ich dem Wandel der FDP auch noch nicht aber sie ist auf einem guten Weg. Also blieb nur die SPD die für freie Marktwirtschaft, mit einem sozialen Rahmen steht. Für mich die Grundlage eines funktionierenden Staates. Ohne funktionierenden Staat keine funktionierende Demokratie siehe Weimarer Republik. Außerdem sind einige Politiker der SPD für mich echte Vorbilder vor allem Helmut Schmidt.

Und seitdem bin ich in der SPD momentan als passives Mitglied und meine politische Aktivität erstreckt sich hauptsächlich auf das Bloggen. Dabei schreibe ich möglichst parteiunabhängig und versuche vor allem zu erklären und zwischen Politik und Wähler zu vermitteln. Vielleicht werde ich auch mal wieder aktiver das wird sich aber zeigen müssen. Bis dahin gibt es aber noch viel zu schreiben 🙂

 

Individualisierung und die Auswirkungen auf die Gesellschaft

Heute einmal ein eher soziologisches Thema, aber im Laufe des Textes werde ich natürlich eine Verbindung zur Politik finden. Momentan merkt man an vielen Themen wie die Gesellschaft durch die immer stärker werdende Individualisierung sich verändert hat und weiterhin verändert. Aber zuerst was ist eigentlich Individualisierung.

Die lexikalische Definition ist: Der Begriff der Individualisierung stammt aus der Soziologie und bezeichnet einen mit der Industrialisierung und Modernisierung der westlichen Gesellschaften einhergehenden Prozess eines Übergangs des Individuums von der Fremd- zur Selbstbestimmung. Philosophischer Ausdruck der Individualisierung ist der Individualismus.

Aber was heißt das konkret? Konkret bedeutet es, dass das Individuum, also der Mensch, Ich, du, der Busfahrer da drüben oder der Nachbar von nebenan mehr Einfluss auf das eigene Leben bekommt. Das äußert sich in einfachen Sachen wie freier Berufswahl. Man entscheidet selber was man wird. Es wird einem nicht mehr von den Eltern vorgeben (Papa Müller Sohn auch Müller oder Papa sagt „Sohn du studierst Jura und wirst einmal Anwalt.“).

Es gibt unzählige Punkte die dazu gehören, aber es endet alles mit einem großen Wort Selbstverantwortung. Selbstverantwortung hat Sonnenseiten. Man ist selber für seinen Erfolg verantwortlich man hat es also selber geschafft. Man hat die Freiheit selber Entscheidungen zu treffen usw.

Aber es gibt auch Schattenseiten. Man ist plötzlich selber verantwortlich auch für Fehler und Misserfolg. Wer Fehler macht und in Probleme gerät der kann nicht seinen Eltern die Schuld für den falschen Beruf geben oder dafür das man grade keinen Job mit seinen aktuellen Fähigkeiten als Lagerarbeiter findet. Sondern man ist selber „Schuld“, dass man sich nicht rechtzeitig um Weiter-oder Umschulung gekümmert hat. Man kann die Schuld nicht mehr abwälzen.

Wer die Kultur der Selbstverantwortung aber denkt und lebt wie ich wird aber ein anderes Problem finden. Sie kann manchmal sehr unglücklich machen vor allem wenn man an seinen eigenen Fehlern scheitert, aber sie spornt einen auch nachdem man das überwunden hat sofort zur Verbesserung an.

Wer diese Kultur nicht lebt sieht die Fehler oft bei anderen den Verwandten, dem Chef, den fremden Menschen die plötzlich hier leben und ihm völlig unbekannt sind oder bei der Politik „da oben“. Er schiebt die Schuld weg von sich und verzweifelt dann an seiner eigenen vorgestellten Machtlosigkeit sich und seine Situation zu verbessern.  Das führt zu einem Kreislauf immer tiefer werdender Verzweiflung.

Ob man diese Kultur nun lebt oder nicht Fakt ist, dass in den letzten 50 – 150 Jahren der einzelne Mensch immer mehr Freiheit und damit auch Verantwortung übertragen bekommen hat. Des weiteren haben traditionelle Werte und soziale Milieus an Haftung verloren. Heute gibt es so viele kulturelle Einflüsse und Subkulturen, dass Menschen im Laufe ihres Lebens viele davon erleben und durchleben. Soziale Milieus sind kein Dauerparkplatz mehr es gibt den Weg nach oben aber auch nach unten.

All dies verunsichert viele Menschen. Ich würde nicht gleich von Angst sprechen. Verunsicherung bewegt die Menschen allerdings dazu vorsichtig zu sein. Vorsichtig gegenüber neuem, vorsichtig gegenüber ihrer eigenen Belastungsgrenze oder vorsichtig gegenüber komplexen Situationen die nur schwer zu verstehen sind. Das ist auch nichts Schlechtes vorsichtig zu sein ist etwas zutiefst menschliches, aber man darf sich davon nicht beherrschen lassen.

Wenn sich das verstärkt dann fokussiert sich das meist auf wenige Lebensbereiche die dem Menschen nahe sind oder nahe zu sein scheinen nach seinem Empfinden. Das führt meistens zu Ablehnung von Veränderungen. Ablehnung der Flüchtlingspolitik der Bundesregierung. In der Sicherheitspolitik wird die Veränderung der Sicherheit innerhalb Europas angezweifelt und damit der  Schutz der baltischen Staaten und Polen vor einer möglichen Aggression seitens Russlands als nicht nötig abgetan.

Die durch die Individualisierung geforderte Selbstverantwortung überfordert noch viele Menschen die nicht gelernt haben damit umzugehen.

Die Politik kann hier wenig tun. Einige Möglichkeiten bestehen trotzdem. Selbstverantwortung und die daraus resultierenden Folgen frühzeitig in Schulen lehren und die benötigten Kenntnisse und Fähigkeiten fördern. Dazu gibt es bereits genug pädagogische Konzepte.

Eine zweite Möglichkeit wäre die Wegnahme von Freiheit und mehr Hilfe vom Staat. Ein Weg den ich in den meisten Fällen grundsätzlich ablehnen würde.

Was kann die Gesellschaft tun?

Bildung findet nicht nur in den Schulen statt sondern vor allem zuhause und im privaten Umfeld. In der Schule wird fast nur Wissen vermittelt. Wissen ist zwar toll aber bei weitem nicht alles um in der Welt zu Recht zu kommen.

Fazit: Unsere Gesellschaft und die Geschichte der Individualisierung steht vor einer großen Prüfung wieviel Individualisierung möglich ist. Und der daraus resultierende Veränderungsprozess wird seine Zeit brauchen.

Und zum Ende darf bei aller Individualisierung nicht vergessen werden, dass wir immer noch eine Gemeinschaft sind, die gemeinsame Leistungen für das Kollektiv erfordert. Manchmal etwas mehr als gestern und vorgestern.

Buchempfehlung Terror vor Europas Toren – Wilfried Buchta

Der Titel ist leider etwas nunja sagen wir mal sehr theatralisch geraten.

Kurzinfo Autor: Wilfried Buchta ist promovierter Islamwissenschaftler. Von 2005 bis 2011 arbeitete er in Bagdad als politischer Analyst (Senior Political Affairs Officer) für die UNO-Mission im Irak.

Nun aber zum Inhalt. Es geht um die Entstehung des IS dabei beginnt der Autor erst einmal ganz am Anfang mit den Unterschied zwischen Sunniten und Schiiten. Das wird später nocheinmal sehr wichtig. Der Autor arbeitet sich dann Schritt für Schritt durch die irakische Geschichte mit all Ihren Einzelheiten.

Dabei kommen die unterschiedlichsten Themen zur Sprache darunter die Wichtigkeit der Baath-Partei, der Irak-Irankrieg, der erste Golfkrieg uvm.

Dabei beleuchtet der Autor auch die Fehleinschätzungen der USA bzw. ihrer wichtigsten Vertreter Rumsfeld und Cheney. Präsident Bush verlies sich ganz auf seine Berater und war ohne eigene Meinung geschweige denn Führung. Collin Powell war gegen den zweiten Irakkrieg unterlag aber in der regierungsinternen Meinungsbildung und so kam es dann zu dem was wir kennen.

Später im Irak wurden weitere Fehler gemacht dazu gehören die Auflösung der Sicherheitskräfte, die Art und Weise der Ent-Baathifizierung, die zu schnelle Rückgabe der Verantwortung in irakische Hände sowie der Förderalismus in der Verfassung.

Im weiteren Verlauf beleuchtet er den IS im speziellen in allen möglichen Facetten.

Buchta spart in dem Buch mit persönlichen Erlebnissen. Er möchte als sachlicher neutraler Beobachter wahrgenommen werden. Erst am Ende des Buches erzählt er einige wenige persönliche Erlebnisse.

Fazit: Wer sich für die Geschichte des Iraks und des IS interessiert findet in dem Buch genau das was er sucht. Ein besseres Buch zur Region dürfte in den letzten Jahren selten erschienen sein.

Buchempfehlung Helmut Schmidt & Frank Sieren – Nachbar China.

Helmut Schmidt & Frank Sieren – Nachbar China. Im Gespräch mit Frank Sieren spricht Helmut Schmidt darüber wie er Mao und vorallem Deng Xiaoping erlebt hat. Wie er die chinesische Kultur erlebt hat und welche Probleme China‬ in Zukunft erwarten.

Schmidt betont am Ende des Buches China´s Friedfertigkeit, er sagt China würde nie seine Nachbarn angreifen, das läge nicht in der Art der Chinesen. Da widerspreche ich Schmidt, grade in Chinas aktuellen Konflikten im Südchinesischen Meer tritt China immer agressiver auf um seine eigenen Interessen durchzusetzen. Ich denke zwar China würde keinen langen Krieg gegen seine Nachbarn führen, aber ein kurzer militärischer Schlag um die eigene Position zu untermauern oder Fakten zu schaffen halte ich durchaus für möglich. Ein Schlag gegen ‪‎Japan‬ würde ich vorerst als weniger wahrscheinlich einschätzen, da die Tragweite einer solchen Eskalation viel weiter reicht. Die momentane Chinesische Strategie setzt auf viele kleine Schritte zur Erweiterung des eigenen Machtbereichs. Gleichzeitig versucht China mit der weiteren Entwicklung und Stationierung von ballistischen Anti-Schiffsraketen die eigenen Küstengebiete gegen die US Navy abzusichern. Im Falle eines Konfliktes sind Chinas wirtschaftlichen Schwerpunkte entlang der Küsten hochgradig gefährdet. Deshalb soll um die Küsten eine Sperrzone die verteidigt werden kann errichtet werden. In der jeden fremden Marine der Zugriff verweigert werden kann (Acces Denial). Chinas Pläne sind sehr langfristig ausgerichtet. Das entspricht einem der Realität und gleichzeitig der chinesischen Mentalität als ewige Nation.

Ein Vortrag

Ich habe demletzt in einer politischen Diskussionsrunde einen kleinen Vortrag gehalten. Thema war.

„Ein Szenario eines dritten Weltkrieges oder eines Krieges zwischen Kernstaaten einer Kultur nach Huntington“

Ich habe zuerst das Szenario dargestellt wie es Huntington in seinem Buch „Kampf der Kulturen – Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert“ im Kapitel Krieg der Kulturen und Weltordnung beschreibt. Danach habe ich erstmal die anderen Diskussionsteilnehmer gefragt warum dieses Szenario bisher nicht eingetreten ist. Huntington hatte für sein Szenario immerhin das Jahr 2010 angenommen. So entstand ein erster kleiner Meinungsaustausch. Der letzte Teil des Vortrages beschäftigte sich dann mit den Gründen, von denen ich einige herausgearbeitet habe.

So nun aber zum Text ich stelle hier mein Referatstext ein. Mit dem ich den Vortrag gehalten haben. Dem entsprechend ist das ganze etwas abgehackt und gekürzt geschrieben ich hoffe ihr könnt trotzdem etwas damit anfangen. Es liest sich dadurch natürlich nicht ganz flüssig, war aber auch nur für mich eine Hilfe das Referat zu führen.

Ein Szenario eines dritten Weltkrieges oder eines Krieges zwischen Kernstaaten einer Kultur nach Huntington

 

Ein großer Krieg ist unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich.

Gründe für einen solchen Krieg wären die Eskaltion eines Bruchlinienkrieges oder eine Verschiebung des Machtgleichgewichts der führenden Weltmächte.

Angenommen Jahr 2010

USA haben ihre Militärpräsens in Ostasien verringert und im Südchinesischen Meer wird Öl gefördert einerseits von den Chinesen aber auch von Vietnam durch US-Firmen.

Durch das gesteigerte Selbstvertrauens China, möchte China nun die volle Kontrolle über das Südchinesische Meer ausüben. Es kommt zu Gefechten zwischen der vietnamesischen Marine und der chinesischen Marine.

China marschiert daraufhin in Vietnam ein. Vietnam bittet die USA um Hilfe. China rät den USA sich nicht einzumischen. Die USA fordern Wirtschaftssanktionen und entsenden eine ihrer letzten Flugzeugträgerkampfgruppen. Die anderen Nationen Asiens sind unschlüssig wie sie sich verhalten sollen.

Die Chinesen sehen die Ankunft des US-Flugzeugträgerverbandes als Verletzung ihrer Hoheitsrechte im südchinesischen Meer und greifen den Verband mit Schiffen und Flugzeugen an. Die Japaner erklären ihre Neutralität und stellen die US-Stützpunkte unter Quarantäne.

Beide Seiten verfügen über Kernwaffen setzten diese aber zu Beginn des Krieges nicht ein. Trotzdem ist die Angst davor groß grade in den USA, in der viele der Meinung sind. “ Was geht uns das an wer dort Krieg führt.“

Unterdessen beginnt der Krieg jedoch richtig. Indien versucht mit einem Angriff auf Pakistan die konventionellen und nuklearen Waffenpotenziale des Landes auszuschalten. Daraufhin wird das Bündnis Pakistan-China-Iran aktiv. Der Iran kommt Pakistan zu Hilfe und Indien befindet sich in einem zähen Kampf mit pakistanischen und iranischen Truppen.

Die ersten Erfolge Chinas führen zu einer Verstärkung antiwestlicher Gruppen in den muslimischen Ländern und die dortigen prowestlichen Regierungen werden gestürzt. Eine neue Angriffswelle arabischer Staaten gegen Israel bricht los.

Japan entschließt sich nun zum völligen Seitenwechsel und besetzt nun sogar die US Stützpunkte im Land. Japanische Schiffe liefern sich ab und zu Gefechte im Pazifik mit US-Schiffen.

Die chinesischen Erfolge verunsichern aber Russland, welches beginnt seine Truppen in Sibirien zu verstärken. Dabei stören die chinesischen Siedler in Sibiren und China greift ein um seine Landsleute zu schützen und beginnt damit Wladiwostok und wichtige Teile Sibiriens zu besetzen.

Europa zögert den Amerikanern zur Hilfe zu kommen. China und der Iran schmuggeln Mittelstrecken Raketen nach Bosnien und Algerien und setzen damit die Europäer unter Druck. Die Raktenstellungen werden aber aufgedeckt. Serbien und Kroatien marschieren in Bosnien ein um die im Balkankrieg begonnen Säuberungen fortzusetzen. Albanien und die Türkei versuchen Bosnien zu helfen. Bulgarien und Griechenland besetzen den europäischen Teil der Türkei. Ein aus Algerien abgefeuerter Nuklearsprengkopf explodiert in der Nähe von Marseille und Europa ist nun auch vollkommen im Krieg angekommen.

Am Ende heißt es USA, Russland Europa und Indien gegen China Japan und den größten Teil des Islams.

 

Warum dieses Szenario nicht stattgefunden hat und wohl auch nicht stattfinden wird.

 

Die USA verringern ihre Militärpräsens in Ostasien nicht, sie erhöhen sie sogar.

Und die Beziehungen zu verbündeten wie Japan werden immer enger.

Die europäischen NATO-Staaten würde auch nicht abwarten bis sie direkt angegriffen würden.

Die Chinesen sind vom militärischen Stand noch nicht soweit den USA Paroli zu bieten 2030 evtl regional.

Indien rüstet auch weiter auf vorallem maritime Kräfte die eventuell im Falle eines Krieges. Auch ab ca. 2030 dazu fähig wären die für Erdöltransporte nach China so wichtige Straße von Malacca zu blockieren.

Diese Rolle könnten aber auch andere US-Verbündete beispielsweise Australien übernehmen.

China hat innerhalb seiner langen kulturellen Vergangenheit nie Angriffskriege geführt außer auf Territorien die es als sein Staatsgebiet betrachtet z.B. Tibet. Heutige Fälle in denen sowas stattfinden könnte wären die Senkaku-Inseln oder Taiwan.

 

 

Ein kurzer Ratschlag für Interessierte

Ich schreibe diesen kurzen Beitrag, weil es grade einfach passt. So warum passt es?

Ich schaue und höre mir grade eine Vorlesung einer Universität an und das auf Youtube. Man findet als interessierte Bürger zu fast jedem Thema Vorlesungen im Netz in Bild und Ton, dass erlaubt einen sich auch Zuhause fortzubilden.

Deshalb mein kurzer Ratschlag wer Zeit hat und Interesse sollte einfach mal im Netz schauen. Man kann das zur Studiumsvorbereitung/begleitung nutzen oder zur persönlichen Weiterbildung.

 

Ich hoffe ihr lernt im Leben noch viel! Und jetzt ab weiterbilden 😉