Terrorismus – Ein Einstieg in das Thema

Die Anschläge von Brüssel sind auch an mir nicht spurlos vorüber gegangen. Sie sind genau wie die Anschläge von Paris und die meisten anderen Anschläge Angriffe auf unsere Freiheit und Gesellschaft. Wir dürfen jetzt nicht in Panik verfallen, sondern müssen tief durchatmen, das Denken wieder aufnehmen und dann handeln.

Belgier, Europäer seit stark, bleibt stark, seit frei, bleibt frei.

Belgien ist ein befreundetes Land soweit das unter Staaten geht. Belgien ist unserer Verbündeter und Partner in der NATO und der EU. Deshalb verdient Belgien unsere vollste Solidarität und Unterstützung.

Das wir Belgien heute einen Freund und Partner nennen dürfen ist eine der schönsten Geschichten des großen Buches der Weltgeschichte. Soviel ist zwischen unseren Ländern vorgefallen meistens ging es von unserer Seite aus. Das verdient Anerkennung für beide Seiten vor allem aber für die Belgier. Danke Belgien!

Als Einstieg möchte ich einfach einige Bücher nennen und die allgemeine Definition unkommentiert wiedergeben.

Fangen wir mit der Definition an.

Unter Terrorismus (lat. terror „Furcht, Schrecken“) sind Gewalt und Gewaltaktionen (wie z. B. Entführungen, Attentate, Sprengstoffanschläge etc.) gegen eine politische Ordnung zu verstehen. Der Terror dient als Druckmittel und soll vor allem Unsicherheit und Schrecken verbreiten oder Sympathie und Unterstützungsbereitschaft erzeugen.

Definition nach Peter Waldmann: Terrorismus und Bürgerkrieg. Der Staat in Bedrängnis.

Das erste Buch: Terror vor Europas Toren – Wilfried Buchta

Das Buch habe ich hier schon einmal ausführlich besprochen.

Das zweite Buch: Heiliger Krieg – heiliger Profit von Marc Engelhardt

Die Inhaltsangabe: In den letzten Jahren haben sich in etlichen afrikanischen Staaten verheerende Terroranschläge ereignet. Die Anschläge in Nairobi 2013, im kenianischen Garissa 2014 oder in der malischen Hauptstadt Bamako 2015 waren dabei nur diejenigen, denen die Weltöffentlichkeit am meisten Beachtung schenkte. Der langjährige Afrika-Korrespondent Marc Engelhardt beschreibt, wie Teile Afrikas zur Bühne des internationalen Terrorismus geworden sind. Er zeigt dabei, dass es den vordergründig oft religiös motivierten Terroristen in erster Linie um Macht und Profit geht. Ob al-Shabaab in Somalia, Lord’s Resistance Army in Zentralafrika, al-Qaida in der Sahara oder Boko Haram in Nigeria, sie alle verbinden mit ihren terroristischen Aktivitäten handfeste Geschäftsinteressen. So haben sich grenzüberschreitende kriminelle Netzwerke herausgebildet, unter denen vor allem die einheimischen Bevölkerungen leiden. Zudem hat sich der Terror des „Islamischen Staats“ als Einflussfaktor etabliert, dem einige Terrorgruppen offen nacheifern oder dem sie gar die Gefolgschaft erklären. Das Buch geht zudem der Frage nach, ob Drohnenangriffe, militärische Interventionen und Militärhilfe die richtigen Antworten der westlichen Staaten auf den Terror in Afrika sein können.

Das dritte Buch: Generation Allah von Ahmad Mansour

Die Inhaltsangabe: Religiöser Extremismus ist kein neues Phänomen. Dennoch sehen sich die offenen Gesellschaften des Westens einer zunehmenden Zahl junger, radikaler Islamisten gegenüber, deren Werdegänge und Motive vielfach im Dunkeln bleiben. Ahmad Mansour war einer von ihnen. Er hat sich aus diesem Umfeld gelöst und berät heute zahlreiche Projekte präventiver Jugendarbeit. Seinen Erfahrungen zufolge wirkt ein Bündel von Faktoren als Katalysator der Radikalisierung: die oftmals fehlende oder schwache Autorität der Eltern ebenso wie falsche Vorbilder im Umfeld der jungen Leute, eine unzeitgemäße Auslegung des Islam sowie die als dekadent empfundenen oder so diskreditierten freiheitlichen Gesellschaften des Westens mit ihrem angeblich mangelnden Respekt für den Islam. Nicht zuletzt missbrauchen Radikale den Islam als identitätsstiftendes Surrogat für mangelnde Perspektiven der Jugendlichen in Schule und Beruf. Mansour plädiert für einen individuellen Blick auf jeden gefährdeten jungen Menschen und für konstruktive Präventionsarbeit.

 

Buch zwei und drei sind bei der Bundeszentrale für politische Bildung erschienen. Buch Nummer eins mittlerweile auch.

Advertisements

Staaten im Nahen Osten Teil 1

In diesem Artikel möchte ich einige arabische Staaten und ihre Situation im arabischen Raum darstellen. Dazu gehört ihre außenpolitische Beziehungen sowie ihre nationalen Eigenheiten. Ich werde auch den Iran dabei behandeln auch wenn die Iraner keine Araber sind. Sie sind aber für den arabischen Raum als Einflussfaktor wichtig.

Ägypten

Ägypten  hat eine Militärregierung die versucht das Land nach dem arabischen Frühling und dem Sturz Mubaraks zu beruhigen und unter Kontrolle zu kriegen. Der in den danach stattgefunden Wahlen gewählte Präsident der Muslimbruderschaft Mursi wurde nach Demonstrationen vom Militär abgesetzt.

Die Gründe dafür sind vielfältig und nicht unbedingt klar. Bei der Muslimbruderschaft entstanden beim Militär Bedenken, ob die Muslimbruderschaft die richtige Wahl für den Staat Ägypten gewesen ist. Das Ägyptische Militär hatte zu befürchten, dass eine Regierung unter der Muslimbruderschaft das Verhältnis zu Israel beschädigen könnte und zu neuen Konflikten führen könnte. Die sich das Ägyptische Militär nicht leisten kann. Desweiteren gilt das Militär als relativ säkular beziehungsweise als nur moderat islamisch und hat kein Interesse an einem Konflikt mit Israel den es wohl nicht gewinnen kann. Durch die Wahl der Muslimbruderschaft stand außerdem, dass die Beziehungen zu den USA und anderen westlichen Staaten negativ beeinflusst würden. Was sie im geringen Maße dann auch durch die undemokratische Absetzung wurden. Allerdings nur im geringen Maße, zusätzlich befürchtete man das Ausbleiben westlicher Touristen die eine wichtige Einnahmequelle für den Staat bilden.

Die Militärregierung unter Abd al-Fattah as-Sisi der 2014 das Amt des Präsidenten endgültig übernahm hat momentan mehrere vorrangige Ziele. Stabilisierung der inneren Politik des Staates, Kampf gegen Islamisten sowie Rückgewinnung der absoluten Kontrolle über den Sinai.

Wenn Ägypten diese Ziele erreicht hat es seinen alten Status als Macht im arabischen Raum wiedergewonnen und kann beginnen seinen Einfluss wieder auszubauen. Aufgrund des für arabische und afrikanische starken Militärs muss es selbst im Zustand innerer Schwäche als Reginalmacht angesehen werden.

Lybien

Lybien war Muammar al-Gaddafi  das höchstentwickelte Land Afrikas und hatte über die Arabische Liga, in der es eine Führungsposition einnahm, eine starke Stellung innerhalb der arabisch, muslimischen Welt. Lybien hat seit Beginn des Bürgerkriegs 2011 mit den Folgen und Nachwirkungen des Krieges zu kämpfen. Dazu gehören im Zuge des Bürgerkrieges bewaffnete kriminelle Gruppierungen die ihre Waffen freiwillig nicht mehr hergeben, sowie offen rebellische Gruppen. Die ihre im Krieg gewonnen Stellung ohne Waffen gefährdet sehen. Dazu gehören Gruppen die Religion als Legimitationsgrundlage für ihren Kampf nutzen sowie die klassischen „Warlords“ die auf Religion als Grundlage verzichten.

Eine lybische Regierung die den Staat wieder einen kann, legt damit die Grundlage für den Wiederaufstieg Lybiens in der arabischen Welt. Öl das die Wirtschaftsgrundlage Lybiens bildet ist immernoch vorhanden. Es wird nur kaum genutzt aufgrund der Konflikte im Land. Im Jahr 2005 hat die Erdölproduktion 70% des BIP ausgemacht und dementsprechend unterentwickelt ist der Rest der Wirtschaft. Dabei hat Lybien noch andere große wirtschaftliche Potenziale.

Im zweiten Teil werde ich Saudi Arabien und den Iran behandeln die beide einen eigenen Artikel verdienen. Beide Staaten sind direkte Gegenspieler und deshalb ist ein direkter Vergleich beider Staaten in ihren Eigenheiten und Potenzialen sinnvoll.