Staaten im Nahen Osten Teil 1

In diesem Artikel möchte ich einige arabische Staaten und ihre Situation im arabischen Raum darstellen. Dazu gehört ihre außenpolitische Beziehungen sowie ihre nationalen Eigenheiten. Ich werde auch den Iran dabei behandeln auch wenn die Iraner keine Araber sind. Sie sind aber für den arabischen Raum als Einflussfaktor wichtig.

Ägypten

Ägypten  hat eine Militärregierung die versucht das Land nach dem arabischen Frühling und dem Sturz Mubaraks zu beruhigen und unter Kontrolle zu kriegen. Der in den danach stattgefunden Wahlen gewählte Präsident der Muslimbruderschaft Mursi wurde nach Demonstrationen vom Militär abgesetzt.

Die Gründe dafür sind vielfältig und nicht unbedingt klar. Bei der Muslimbruderschaft entstanden beim Militär Bedenken, ob die Muslimbruderschaft die richtige Wahl für den Staat Ägypten gewesen ist. Das Ägyptische Militär hatte zu befürchten, dass eine Regierung unter der Muslimbruderschaft das Verhältnis zu Israel beschädigen könnte und zu neuen Konflikten führen könnte. Die sich das Ägyptische Militär nicht leisten kann. Desweiteren gilt das Militär als relativ säkular beziehungsweise als nur moderat islamisch und hat kein Interesse an einem Konflikt mit Israel den es wohl nicht gewinnen kann. Durch die Wahl der Muslimbruderschaft stand außerdem, dass die Beziehungen zu den USA und anderen westlichen Staaten negativ beeinflusst würden. Was sie im geringen Maße dann auch durch die undemokratische Absetzung wurden. Allerdings nur im geringen Maße, zusätzlich befürchtete man das Ausbleiben westlicher Touristen die eine wichtige Einnahmequelle für den Staat bilden.

Die Militärregierung unter Abd al-Fattah as-Sisi der 2014 das Amt des Präsidenten endgültig übernahm hat momentan mehrere vorrangige Ziele. Stabilisierung der inneren Politik des Staates, Kampf gegen Islamisten sowie Rückgewinnung der absoluten Kontrolle über den Sinai.

Wenn Ägypten diese Ziele erreicht hat es seinen alten Status als Macht im arabischen Raum wiedergewonnen und kann beginnen seinen Einfluss wieder auszubauen. Aufgrund des für arabische und afrikanische starken Militärs muss es selbst im Zustand innerer Schwäche als Reginalmacht angesehen werden.

Lybien

Lybien war Muammar al-Gaddafi  das höchstentwickelte Land Afrikas und hatte über die Arabische Liga, in der es eine Führungsposition einnahm, eine starke Stellung innerhalb der arabisch, muslimischen Welt. Lybien hat seit Beginn des Bürgerkriegs 2011 mit den Folgen und Nachwirkungen des Krieges zu kämpfen. Dazu gehören im Zuge des Bürgerkrieges bewaffnete kriminelle Gruppierungen die ihre Waffen freiwillig nicht mehr hergeben, sowie offen rebellische Gruppen. Die ihre im Krieg gewonnen Stellung ohne Waffen gefährdet sehen. Dazu gehören Gruppen die Religion als Legimitationsgrundlage für ihren Kampf nutzen sowie die klassischen „Warlords“ die auf Religion als Grundlage verzichten.

Eine lybische Regierung die den Staat wieder einen kann, legt damit die Grundlage für den Wiederaufstieg Lybiens in der arabischen Welt. Öl das die Wirtschaftsgrundlage Lybiens bildet ist immernoch vorhanden. Es wird nur kaum genutzt aufgrund der Konflikte im Land. Im Jahr 2005 hat die Erdölproduktion 70% des BIP ausgemacht und dementsprechend unterentwickelt ist der Rest der Wirtschaft. Dabei hat Lybien noch andere große wirtschaftliche Potenziale.

Im zweiten Teil werde ich Saudi Arabien und den Iran behandeln die beide einen eigenen Artikel verdienen. Beide Staaten sind direkte Gegenspieler und deshalb ist ein direkter Vergleich beider Staaten in ihren Eigenheiten und Potenzialen sinnvoll.

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