Zum Wahlergebnis

Nach dem vorläufigen Ergebnis (9:03 Tagesschau Website) hat die Union 41,5 %, die SPD 25,7%, die Linke 8,6%, die Grünen 8,4%, die FDP 4,8%, AFD 4,7%, Piraten 2,2% und Andere 4%.

Die Wahlbeteiligung lag bei 71,5% und ist somit gestiegen, ein erstes positives Ergebnis. Nun aber zu den enzelnen Parteien. ich fange bei den niedrigen Ergebnissen an.

Piraten: Schade drum! Ich habe es zwar so erwartet, aber anders gehofft auch das kleine Plus von 0,2% zur letzten Bundestagswahl muntert einen nicht auf. Die Piraten hätten den Bundestag sicher mit ihren bürgernahen Positionen und einigen interessanten Anfragen bereichert. Die Frage nach dem Warum muss sich stellen. An den Spitzenkandidaten lag es nicht. Sie waren dem Wähler wohl leider unbekannt, obwohl sie tolle Persönlichkeiten sind. Die auch voll zu ihren jeweiligen Themen stehen. Ich glaube man konnte den Wähler nicht erreichen oder nur mit den falschen Themen, Themen die für den Bürger zurzeit eine eher untergeordnete Rolle spielen. Dazu zählt z.B. der Datenschutz. Für mich ist es ein Rätsel wie die CDU mit dem NSA-Skandal zulegen konnte. Es ist dem Wähler wohl einfach nicht bewusst oder er befand andere Themen als wichtiger. Vielleicht traut man den Piraten nicht die Kompetenzen zu. Dann frage ich mich aber warum. Wer sich einige Zeit mit dieser Partei beschäftigt hat, merkt schnell das es in Jedem Bereich einige Experten gibt. Entweder vom Beruf aus oder aus Interesse eingearbeitet. Die Frage die sich mir stellt ist, kann ich die Piraten weiterhin unterstützen wenn ihnen die Möglichkeit zum ändern fehlt?

AFD: Meiner Meinung nach gut das sie es nicht geschafft hat. Die AFD ist eine Partei die Europa auseinander brechen möchte. Und versucht Deutschland daraus zu lösen. Dabei müssen wir in Zukunft genau das Gegenteil tun. Enger zusammenrücken, eine gemeinsame Politik in nahezu allen Bereichen finden, vorallem in Wirtschaft & Finanzen, sowie der Außen – Sicherheitspolitik. Aber es ist beeindruckend für eine Partei mit kurzer Existenz 4,7% zu erreichen.

FDP: Ich glaube das ist verdient. Die FDP hat ihre Berechtigung verloren. Als eine liberale Partei kann man sie nicht mehr bezeichnen. Die Bürgerrechte verteidigt diese Partei nur unzureichend, abgesehen von der ehemaligen Justuzministerin (Sabine Leutheusser-Schnarrenberger) und nichteinmal als Wirtschaftsliberal kann man die FDP bezeichnen. Senkung der Umsatzsteuer für Hotels und Befreiung der Großindustrie von der Energiewende sind keine liberalen Handlungen. Diese Maßnahmen greifen in den Markt ein und verzerren ihn. Deutschland braucht zwar eine liberale Partei im Bundestag aber diese wird nicht die FDP sein. Es sei denn die FDP ändert sich wieder hin zu ihren Wurzeln.

Die Grünen: Die Grünen haben sich sicher mehr erhofft als 8,4%. Für eine Koalition mit der immernoch schwachen SPD reicht es nicht. eine Koalition mit der CDU halte ich für schwierig, die Unterschiede sind einfach zu groß. Außerdem würde eine Koalition den Grünen vermutlich schaden. Einige Beispiele dafür gibt es die SPD in der großen Koalition oder die FDP. Die Grünen haben beim Wähler einen falschen Eindruck hinterlassen der so sicher nicht gerechtfertigt ist. Und man muss überlegen wie man aus diesem Dilemma herauskommt.

Die Linke: Überraschend für mich ist die Tatsache das die Linken 8,6% der Stimmen erhalten hat, etwas mehr sogar als die Grünen. Die Linken sprechen immerwieder für die sozialschwachen und das ist gut so! Wir brauchen die Linken im Bundestag, als Sprachrohr der Schwachen. Für mich und viele andere aber durch einige überzogene und unrealistische Forderungen einfach unwählbar (Auflösung der Nato).

Die SPD: Kurz gesagt, die SPD hat sich immernoch nicht von der Bundestagswahl 2009 erholt. Die Große Koalition hat die SPD nachhaltig in ihrer Glaubwürdigkeit beschädigt. Zudem ist Steinbrück kein Kanzler. Er ist eher ein Minister aber nicht derjenige der ganz vorne steht. Der SPD fehlt es einfach an einem wirklichem Kanzlerkandidaten. Zudem schafft es die SPD sich nicht von der CDU abzugrenzen und als sozialdemokratisch wahrgenommen zuwerden. Ihre Möglichkeiten sind sehr begrenzt, wenn man den Aussagen vor der Wahl einmal glauben möchte.

Union: Ersteinmal Glückwunsch das ist wirklich ein starkes auch unerwartetes Ergebnis. Merkel konnte sich feiern lassen und das nach dem Ergebnis zurecht, Zur absoluten Mehrheit hat es bisher nicht gereicht. Merkel steht jetzt vor der Qual der Wahl mit wem sie eine Koalition bilden möchte. Nach dem Wegfall der FDP bleiben SPD, Grüne und die Linke. Die Linke fehlt weg einfach aus zu großen ideologischen Differenzen. Bei den Grünen wird es auch schwer genug gemeinsame Nenner zufinden, aber es ist durchaus möglich. Am wahrscheinlichsten ist wohl eine Große Koalition, die Union hätte einen Partner der sich gerne unterordnet und gleichzeitig wird wohl dann die SPD bei der nächsten Bundestagswal auch nicht über 30% kommen. die Union hat im Wahlkampf einiges richtig und besser gemacht als ihre Konkurrenz. Selbst die Skandale, Drohnen-Affäre, NSA-Skandal usw, konnten der Union nicht schaden.

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