Ross Kemp on Afghanistan

Ich habe das Buch gebraucht im Secondhandgeschäft zusammen mit einigen anderen Büchern gekauft. Das Buch ist in englischer Sprache verfasst, dass sollte allerdings für niemanden ein Problem darstellen 🙂

Das Buch beginnt mit zwei Zitaten von denen ich eins erwähnen möchte: „The Taliban are your problem. You are the Taliban´s problem. All of you are my problem“

An Afghan villager to the author, summer 2008

Das zeigt, dass die Menschen vorort zwischen den einzelnen Parteien stehen und es sind nicht nur die Zwei. Auch andere Parteien haben Interessen. Und die Menschen versuchen irgendwie das Beste für sich und Ihre Familien zu erreichen.

Nur was ist das Beste für sie? Mit dem Westen zusammen arbeiten in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Dafür aber das Risiko tragen von den Taliban vorher umgebracht oder gefoltert zu werden? Oder lieber einfach nur wegschauen und sich verstecken in der Hoffnung das alles einfach besser wird. Ich glaube das ist schwer zu sagen und hängt auch von der persönlichen Situation des einzelnen sowie seiner Persönlichkeit ab.

Das Buch beschäftigt sich viel auch mit den Problemen der Bewohner, Angst, Arbeitslosigkeit, Korruption und nicht zuletzt den psychischen und körperlichen Folgen von Krieg. Das Buch wirft aber vorallem einen Blick auf die britischen Soldaten im Süden Afghanistans. Die noch intensivere Gefechte als die Bundeswehr führen und vorallem häufiger. Man kann ein klein bisschen beim Lesen fühlen wie sich die Soldaten fühlen. Wenn sie im direkten Einsatz sind, wenn sie Kameraden verlieren oder wenn sie nach Hause kommen. Und dort mit anderen Problemen z.B. Unverständnis für das Erlebte konfrontiert werden. Ross Kemp besuchte auch wähend eines Heimaturlaubs eine Rehaeinrichtung für verletzte Soldaten mit Amputationen oder anderen einschränkenden Verletzungen. Ein sehr einprägender Abschnitt des Buches.

Wer Johannes Clair – Vier Tage im November gelesen hat der wird einige Unterschiede zwischen Briten und Deustchen feststellen. Wie die Soldaten mit den ihnen gestellten Problemen umgehen, bis hin zu Dingen wie der Versorgung oder der Organisation der Feldlager. Man merkt aber deutlich den Unterschied in der Sichtweise der beiden Autoren der eine als Soldat der andere als Journalist.

Für mich war es ein interessantes Buch, was mir auch ermöglicht hat einmal in den Süden Afghanistans zu schauen.

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