Nie wieder Kriegsforschung!

Das ist die Forderung von Studenten der Universität Kiel (Christian-Albrechts-Universität). Sie fordern eine Zivilklausel sozusagen eine Selbstverpflichtung der Uni.

„Forschung, Studium und Lehre sind zivil, dienen friedlichen Zwecken und sind frei von Kooperation mit Rüstungskonzernen und militärischen Akteuren.“

Die moderne „Kriegsforschung“ ist eigentlich eher Konfliktforschung d. h. wie entstehen Konflikte, wie lassen sie sich vermeiden und welche Auswirkungen haben sie auf Politik, Gesellschaft, Wirtschaft usw.

Für mich ist das zuallerst ein Versuch die Forschungsfreiheit einzuschränken. Das ist dasselbe wie mit der Meinungsfreiheit jedem das seine. Dazu hat grade Deutschland im der Bereich Konfliktforschung einigen Nachholbedarf. Deutschland liegt dort im internationalen Vergleich weit zurück.

Ein zweiter mir sehr wichtiger Punkt ist. Das oft von den Soldaten bemängelt wird das die dort oben oder die da in Berlin keine unabhängige Sicht auf die Probleme haben. Und genau an diesem Punkt kommt dann die Universitäten und Institute ins Spiel die Forschungsarbeit leisten, Studien erstellen usw.

Wichtige Fragen sind z.b. ungeklärt ab wann ist ein Konflikt ein Krieg? Ab dem ersten Gefecht oder was ist im Falle eines Cyberangriffs? Das sind Fragen mit denen sich Forscher aus Großbritannien und den USA längst beschäftigen.

Deutschland braucht auch unabhängige Konfliktforschung!

Die Unileitung lehnt die Einführung einer Zivilklausel ab.  Aber möchte eine Ethikkommission einsetzen, die die Forscher bei strittigen Fragen beraten soll.

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